Belastbarkeit
Die Domäne toleriert temporäre Verbindungsfehler zwischen Anwendungs-Clients, Anwendungsdiensten und Knoten.
Ein temporärer Verbindungsfehler kann auftreten, weil ein Anwendungsdienstprozess fehlschlägt oder ein Netzwerkfehler auftritt. Wenn ein temporärer Verbindungsfehler auftritt, versucht der Dienstmanager, die Verbindungen zwischen den Anwendungs-Clients, Anwendungsdiensten und Knoten wiederherzustellen.
Belastbarkeit der Anwendungs-Clients
Die Anwendungs-Clients versuchen, eine erneute Verbindung zu Anwendungsdiensten herzustellen, wenn ein temporärer Verbindungsfehler auftritt.
Basierend auf Ihrer Lizenz sind die folgenden Anwendungs-Clients belastbar in Bezug auf die Dienste, mit denen sie verbunden sind.
- Developer Tool-Client
- Der Developer Tool-Client versucht, eine erneute Verbindung zum Datenintegrationsdienst oder Datenintegrationsdienstraster herzustellen, wenn ein temporärer Netzwerkfehler auftritt.
- Wenn ein Job ausgeführt wird und das Developer Tool innerhalb des Wiederverbindungs-Timeout-Zeitraums keine erneute Verbindung mit dem Datenintegrationsdienst oder dem Datenintegrationsdienstraster herstellen kann, sendet das Developer Tool den Job weder erneut an einen Datenintegrationsdienst noch an ein Datenintegrationsdienstraster auf einem anderen Knoten. Der Developer Tool-Client kann den Job nicht ausführen.
- PowerCenter Client
- Der PowerCenter Client versucht, eine erneute Verbindung zum PowerCenter-Repository-Dienst und zum PowerCenter-Integrationsdienst herzustellen, wenn ein temporärer Netzwerkfehler auftritt.
- Wenn Sie eine PowerCenter Client-Aktion durchführen, die eine Verbindung zum Repository benötigt, während der PowerCenter Client versucht, die Verbindung wiederherzustellen, fordert Sie der PowerCenter Client auf, den Vorgang noch einmal zu versuchen, nachdem der PowerCenter Client die Verbindung wieder hergestellt hat. Wenn der PowerCenter Client nicht in der Lage ist, die Verbindung während des Belastbarkeits-Timeout-Zeitraums wieder herzustellen, fordert der PowerCenter Client Sie auf, sich manuell mit dem Repository zu verbinden.
- Befehlszeilenprogramme
- Befehlszeilenprogramme versuchen, eine erneute Verbindung zur Domäne oder zu einem Anwendungsdienst herzustellen, wenn beim Ausführen eines Befehlszeilenprogramms ein temporärer Netzwerkfehler auftritt.
- Wenn das Befehlszeilenprogramm auf einem Datenintegrationsdienst oder einem Datenintegrationsdienstraster ausgeführt wird und das Befehlszeilenprogramm innerhalb des Wiederverbindungs-Timeout-Zeitraums keine erneute Verbindung mit dem Datenintegrationsdienst oder dem Datenintegrationsdienstraster herstellen kann, sendet das Befehlszeilenprogramm den Job weder erneut an einen Datenintegrationsdienst noch an ein Datenintegrationsdienstraster auf einem anderen Knoten. Das Befehlszeilenprogramm kann den Befehl nicht ausführen.
Beispiel: Belastbarkeit von PowerCenter Clients in Bezug auf Anwendungsdienste
Beim Überwachen eines Arbeitsablaufs durch einen Entwickler tritt zwischen dem PowerCenter-Arbeitsablauf-Monitor und dem PowerCenter-Repository-Dienst ein Netzwerkverbindungsverlust von 120 Sekunden auf. Der PowerCenter Client und der Arbeitsablauf-Monitor haben ein Belastbarkeits-Timeout von 60 Sekunden und der PowerCenter-Repository-Dienst hat ein Belastbarkeits-Timeout von 180 Sekunden.
Der Entwickler bemerkt den Verbindungsverlust von 120 Sekunden nicht. Auf der Registerkarte Benachrichtigungen im PowerCenter-Arbeitsablauf-Monitor wird jedoch die folgende Meldung angezeigt:
Repository Service notifications are enabled.
DATE TIME-[REP_55101] Connection to the Repository Service [Repository_Service_Name] is broken.
DATE TIME-[REP_55114] Reconnecting to the Repository Service [Repository_Service_Name]. The resilience time is 180 seconds.
DATE TIME-Reconnected to Repository Service [Repository_Service_Name] successfully.
Anwendungsdienst-Belastbarkeit
Einige Anwendungsdienste versuchen, eine erneute Verbindung zu Anwendungsdiensten, Anwendungs-Clients und externen Komponenten herzustellen, wenn ein temporärer Verbindungsfehler auftritt.
Basierend auf Ihrer Lizenz sind die folgenden Anwendungsdienste in Bezug auf temporäre Verbindungsfehler ihrer Clients belastbar:
- Datenintegrationsdienst
- Der Datenintegrationsdienst ist in Bezug auf Fehler bei temporären Verbindungen zu anderen Diensten, wie zum Beispiel dem Developer Tool-Client, belastbar.
- PowerCenter-Integrationsdienst
- Der PowerCenter-Integrationsdienst ist in Bezug auf Fehler bei temporären Verbindungen zu anderen Diensten, dem PowerCenter Client und externen Komponenten wie Datenbanken und FTP-Server belastbar.
- PowerCenter-Repository-Dienst
- Der PowerCenter-Repository-Dienst ist in Bezug auf Fehler bei temporären Verbindungen zu anderen Diensten, wie zum Beispiel dem PowerCenter-Integrationsdienst, belastbar. Er ist auch bei Fehlern bei temporären Verbindungen zur Repository-Datenbank belastbar.
Knoten-Belastbarkeit
Wenn eine Domäne mehrere Knoten enthält, sind die Knoten unempfindlich gegen temporäre Kommunikationsfehler von anderen Knoten der Domäne.
Knoten sind unempfindlich gegen die folgenden temporären Verbindungsfehler:
- Ein Nicht-Master-Gateway-Knoten ist nicht mehr verfügbar.
Jeder Knoten in der Domäne sendet in regelmäßigen Abständen von 15 Sekunden ein Kommunikationssignal an den Master-Gateway-Knoten. Bei Knoten mit der Dienstrolle beinhaltet die Kommunikation eine Liste der Anwendungsdienste, die auf dem Knoten ausgeführt werden.
Alle Knoten haben ein Belastbarkeits-Timeout von 90 Sekunden. Wenn ein Knoten innerhalb des Zeitraums des Belastbarkeits-Timeouts keine Verbindung zum Master-Gateway-Knoten herstellen kann, markiert der Master-Gateway-Knoten diesen Knoten als nicht verfügbar. Wenn für den Knoten, der keine Verbindung herstellen kann, die Dienstrolle aktiviert ist, weist der Master-Gateway-Knoten zusätzlich die Anwendungsdienste dieses Knotens einem Backup-Knoten zu. Dadurch wird gewährleistet, dass Dienste auf einem Knoten unabhängig von Knotenfehlern weiterhin ausgeführt werden.
- Der Master-Gateway-Knoten ist nicht mehr verfügbar.
Sie können mehr als einen Knoten als Gateway konfigurieren. Ist der Master-Gateway-Knoten nicht verfügbar, wählen die Dienstmanager auf den anderen Gateway-Knoten einen anderen Master-Gateway-Knoten aus.
Wenn Sie nur einen Knoten als Gateway-Knoten konfigurieren und dieser nicht mehr verfügbar ist, werden alle anderen Knoten heruntergefahren.
Beispielkonfiguration für ein Belastbarkeits-Timeout
Bei einigen Belastbarkeits-Timeout-Werten handelt es sich um Standardwerte, andere wiederum können konfiguriert oder überschrieben werden.
Verwenden Sie das für die Domäne für PowerCenter-Anwendungsdienste konfigurierte Belastbarkeits-Timeout und den Grenzwert für das Belastbarkeits-Timeout, wenn Sie diesen nicht den Anwendungsdienst festgelegt haben. Befehlszeilenprogramme verwenden Sie das Dienstbelastbarkeits-Timeout. Ist der Dienstgrenzwert für das Belastbarkeits-Timeout niedriger als das Belastbarkeits-Timeout für den Client, der die Verbindung herstellt, nutzt der Client den Dienstgrenzwert als Belastbarkeits-Timeout.
In der folgenden Abbildung werden einige Beispiele für Verbindungen und Belastbarkeitskonfigurationen in einer Domäne mit PowerCenter-Anwendungsdiensten angezeigt:
Die folgende Tabelle beschreibt das Belastbarkeits-Timeout und die Grenzwerte aus der obigen Abbildung:
| Verbindung von | Verbindung zu | Beschreibung |
|---|
A | PowerCenter-Integrationsdienst | PowerCenter-Repository-Dienst | Der PowerCenter-Integrationsdienst kann basierend auf dem Belastbarkeits-Timeout der Domäne maximal 30 Sekunden lang versuchen, eine Verbindung zum PowerCenter-Repository-Dienst herzustellen. Er ist nicht an den Grenzwert des PowerCenter-Repository-Diensts für das Belastbarkeits-Timeout von 60 Sekunden gebunden. |
B | pmcmd | PowerCenter-Integrationsdienst | pmcmd ist an den Grenzwert des PowerCenter-Integrationsdiensts für das Belastbarkeits-Timeout von 180 Sekunden gebunden und kann das in INFA_CLIENT_RESILIENCE_TIMEOUT konfigurierte Belastbarkeits-Timeout von 200 Sekunden nicht nutzen. |
C | PowerCenter Client | PowerCenter-Repository-Dienst | Der PowerCenter Client ist an den Grenzwert des PowerCenter-Repository-Diensts für ein Belastbarkeits-Timeout von 60 Sekunden gebunden. Das voreingestellte Belastbarkeits-Timeout von 180 Sekunden steht ihm nicht zur Verfügung. |
D | Knoten A | Knoten B | Knoten A kann maximal 90 Sekunden lang versuchen, eine Verbindung zu Knoten B herzustellen. Die Dienstmanager auf Knoten A und Knoten B verwenden das standardmäßige Knotenbelastbarkeits-Timeout von 90 Sekunden. |