Domänen-Konnektivität
Dienste auf einem Knoten in einer Informatica-Domäne stellen mittels TCP/IP eine Verbindung zu Diensten auf anderen Knoten her. Da Dienste auf mehreren Knoten in einer Domäne ausgeführt werden können, berufen sie sich zum Weiterleiten von Anfragen auf den Dienstmanager. Der Dienstmanager auf dem Master-Gateway-Knoten wickelt Anfragen für Dienste ab und antwortet mit der Adresse des angefragten Dienstes.
Knoten kommunizieren mittels TCP/IP an dem Port, den Sie bei Installation von Informatica-Diensten für einen Knoten auswählen. Bei der Erstellung eines Knotens wählen Sie eine Portnummer für den Knoten aus. An diesem Port wartet der Dienstmanager auf eingehende TCP/IP-Verbindungen.
Die folgende Abbildung zeigt eine Übersicht der Konnektivität für Komponenten in:
Die Plattform nutzt Verbindungsobjekte, um Konnektivitätsdaten für Quell- und Zieldatenbanken zu definieren. Die Verbindungsobjekte können native oder ODBC-Konnektivität verwenden. Der Datenintegrationsdienst verwendet Verbindungsobjekte, um eine Verbindung zu Quellen und Zielen herzustellen.
Dienste und Clients stellen Verbindungen folgendermaßen her:
- Modellrepository-Dienst
- Der Modellrepository-Dienst verwendet JDBC zum Lesen oder Schreiben von Daten und Metadaten im Modellrepository. Er verwendet TCP/IP, um mit dem Datenintegrationsdienst und den Clients zu kommunizieren.
- Datenintegrationsdienst
- Der Datenintegrationsdienst verwendet ODBC oder native Treiber zum Herstellen einer Verbindung sowie zum Auslesen von Daten aus einer Quelldatenbank und Speichern der Daten in einer Zieldatenbank. Für die Kommunikation mit dem Modellrepository-Dienst, dem Content-Managementdienst und den Client-Anwendungen wird TCP/IP genutzt.
- Informatica Developer
- Das Developer Tool verwendet TCP/IP, um Datenumwandlungsanfragen an den Datenintegrationsdienst zu senden. TCP/IP wird für zum Kommunizieren mit dem Content-Managementdienst eingesetzt, um Referenztabellen und Dateien probabilistischer Modelle zu verwalten sowie Konfigurations- und Statusinformationen für Identitätspopulationsdateien und Dateien mit Adressvalidierungsreferenzdaten abzurufen. Wenn Sie sich eine Vorschau der Mappings oder Datenobjekte im Developer Tool anzeigen lassen, verwendet es JDBC- oder ODBC-Treiber, um eine Verbindung zu der Quell- oder Zieldatenbank herzustellen und die für die Vorschau erforderlichen Metadaten abzurufen.
- Informatica Analyst
- Der Analyst-Dienst verwendet TCP/IP, um Anfragen an den Datenintegrationsdienst zu senden. Es nutzt TCP/IP für die Kommunikation mit dem Content-Managementdienst zum Verwalten von Referenztabellen. Wenn ein Analyst Tool-Benutzer eine Vorschau von Profilen oder Objekten anzeigt, ruft der Analyst-Dienst die für die Vorschau benötigten Metadaten aus der Quell- oder Zieldatenbank ab. Der Analyst-Dienst verwendet JDBC- oder ODBC-Treiber für die Verbindung zur Quell- oder Zieldatenbank.
Wenn Sie ODBC verwenden, um eine Verbindung zu der Quell- oder Zieldatenbank herzustellen, dann installieren Sie den ODBC-Treiber auf dem Knoten, auf dem der Analyst-Dienst läuft.
- Der Analyst-Dienst kann auch eine Verbindung zu einer Ausnahmeverwaltungs-Audit-Datenbank herstellen. Die Ausnahmeverwaltungs-Audit-Datenbank ist ein zentralisierter Audit-Trail für die Arbeit, die Analyst Tool-Benutzer an Human-Task-Instanzen vornehmen. Der Analyst-Dienst verwendet JDBC-Treiber für die Verbindung zur Ausnahmemanagement-Audit-Datenbank.
- Content-Managementdienst
Der Content-Managementdienst verwaltet die Speicherorte und andere Eigenschaften für Referenzdaten. Der Content-Managementdienst verwendet TCP/IP zur Kommunikation mit dem Datenintegrationsdienst, um Daten in Referenztabellen zu lesen und zu schreiben. Der Content-Managementdienst verwendet JDBC zur direkten Kommunikation mit dem Referenzdaten-Warehouse beim Erstellen der Referenztabellen.
Wenn mehrere Instanzen eines Content-Managementdienst in einer Informatica-Domäne existieren, aktualisiert die Masterversion des Content Managementdienstes den Datenintegrationsdienst. Die Masterversion des Content-Managementdienst verwendet TCP/IP zur Kommunikation mit dem Domänendienst, um den zu verwendenden Modellrepository-Dienst und Datenintegrationsdienst zu ermitteln.
Model Repository-Konnektivität
Der Model Repository Service stellt mithilfe von JDBC-Treibern eine Verbindung zum Model-Repository her. Informatica Developer, Informatica Analyst, Informatica Administrator und der Data Integration Service kommunizieren über TCP/IP mit dem Model Repository Service. Informatica Developer, Informatica Analyst und Data Integration Service sind Model-Repository-Clients.
In der nachstehenden Abbildung ist dargestellt, wie ein Model-Repository-Client eine Verbindung zur Model-Repository-Datenbank herstellt:
- 1Ein Model-Repository-Client sendet eine Repository-Verbindungsanfrage an den Master-Gateway-Knoten; dieser stellt den Einstiegspunkt in die Domäne dar.
- 2Der Service Manager senden den Hostnamen und die Portnummer des Knotens zurück, auf dem der Model Repository Service ausgeführt wird. Im Diagramm wird der Model Repository Service auf Knoten A ausgeführt.
- 3Der Repository-Client stellt eine TCP/IP-Verbindung mit dem Model Repository Service-Prozess auf Knoten A her.
- 4Der Model Repository Service-Prozess kommuniziert über JDBC mit der Model-Repository-Datenbank. Basierend auf den Anfragen vom Model Repository-Client speichert der Model Repository Service-Prozess Objekte in oder ruft Objekte aus der Model-Repository-Datenbank ab.
HINWEIS: Die Tabellen im Model-Repository verfügen über eine offene Architektur. Sie können die Repository-Tabellen zwar anzeigen, dürfen Sie jedoch niemals mittels anderer Dienstprogramme manuell ändern. Informatica haftet nicht für beschädigte Daten aufgrund von an den Repository-Tabellen oder den sich darin befindlichen Daten vorgenommenen Änderungen.