Konfiguration für einen hochverfügbare Domäne
Um die Systemausfallzeit zu minimieren, konfigurieren Sie Hochverfügbarkeit für die Informatica-Domänenkomponenten.
Sie können die folgenden Informatica-Domänenkomponenten als hoch verfügbar konfigurieren:
- Domäne
- Ein Knoten in der Domäne fungiert als Gateway für Dienstanforderungen von Clients und leitet sie an den entsprechenden Dienst und Knoten weiter. Um zu verhindern, dass die Domäne herunterfährt, wenn der Master-Gateway-Knoten nicht verfügbar ist, konfigurieren Sie mehr als einen Gateway-Knoten.
- Knoten
- Informatica-Dienste sind Prozesse, die auf jedem Knoten ausgeführt werden. Konfigurieren Sie Informatica-Dienste so, dass sie automatisch neu gestartet werden, wenn sie unerwartet beendet werden.
- Anwendungsdienste
- Die Anwendungsdienste werden auf Knoten in der Informatica-Domäne ausgeführt.
- Basierend auf Ihrer Lizenz können Sie die folgenden Hochverfügbarkeitsfunktionen für Anwendungsdienste konfigurieren:
- - Um die Ausfallzeit von Anwendungsdiensten zu minimieren, konfigurieren Sie Sicherungsknoten für Anwendungsdienste.
- - Um den Belastbarkeitszeitraum für Anwendungsdienste anzugeben, überprüfen Sie die Einstellungen und konfigurieren Sie Zeiträume für das Belastbarkeits-Timeout für Anwendungsdienste.
- - Um Failover und Wiederherstellung für den PowerCenter-Integrationsdienst sicherzustellen, konfigurieren Sie den PowerCenter-Integrationsdienst zum Speichern der Prozess-Statusinformationen in einem POSIX-kompatiblen gemeinsam genutzten Dateisystem oder in einer Datenbank.
- Anwendungs-Clients
- Anwendungs-Clients bieten Zugriff auf Informatica-Funktionen und werden auf Benutzercomputern ausgeführt. Anwendungs-Clients senden Anfragen an den Dienstmanager oder an Anwendungsdienste.
- Sie können Zeiträume für das Belastbarkeits-Timeout für Befehlszeilenprogramme konfigurieren. Sie können kein Belastbarkeits-Timeout für PowerCenter Clients konfigurieren.
- Externe Systeme
- Verwenden Sie hoch verfügbare Versionen von externen Systemen, wie zum Beispiel Quell- und Zieldatenbanken, Meldungswarteschlangen und FTP-Server.
- Netzwerk
- Sorgen Sie für eine hohe Verfügbarkeit des Netzwerkes, indem Sie redundante Komponenten wie Router, Kabel und Netzwerkadapterkarten konfigurieren.
Konfiguration der Belastbarkeit für Anwendungsdienste
Wenn ein temporärer Netzwerkfehler auftritt, versuchen Anwendungsdienste, eine erneute Verbindung zu anderen Anwendungsdiensten für die Dauer des Belastbarkeits-Timeouts herzustellen. Sie können das Belastbarkeits-Timeout für Anwendungsdienste konfigurieren.
Wenn ein Anwendungsdienst eine Verbindung zu einem anderen Anwendungsdienst in der Domäne herstellt, handelt es sich bei dem Dienst, der die Verbindung initiiert, um einen Client eines anderen Diensts.
Sie können Belastbarkeits-Timeouts für Anwendungsdienste für die folgenden Anwendungsdienste konfigurieren:
- PowerCenter-Anwendungsdienste
- Sie können das Belastbarkeits-Timeout und Beschränkungen für das Belastbarkeits-Timeout in den erweiterten Eigenschaften des PowerCenter-Integrationsdiensts und des PowerCenter-Repository-Diensts konfigurieren. Das Belastbarkeits-Timeout für Anwendungsdienste, das eine Verbindung zu einem PowerCenter-Integrationsdienst oder PowerCenter-Repository-Dienst herstellt, wird durch einen der folgenden Werte bestimmt:
- - Die Diensteigenschaft Belastbarkeits-Timeout. Das Belastbarkeits-Timeout für den Dienst können Sie in den Diensteigenschaften konfigurieren. Wenn Sie die Belastbarkeit für einen Dienst deaktivieren möchten, setzen Sie das Belastbarkeits-Timeout auf 0.
- - Die Domäneneigenschaft Belastbarkeits-Timeout. Um das für die Domäne konfigurierte Belastbarkeits-Timeout zu verwenden, nehmen Sie im Feld für das Belastbarkeits-Timeout für den Dienst keine Eingabe vor.
- - Die Diensteigenschaft Grenzwert für Belastbarkeits-Timeout. Ist der Dienstgrenzwert für das Belastbarkeits-Timeout niedriger als das Belastbarkeits-Timeout für den Client, der die Verbindung herstellt, nutzt der Client den Grenzwert als Belastbarkeits-Timeout. Um den Grenzwert für das für die Domäne konfigurierte Belastbarkeits-Timeout zu benutzen, nehmen Sie im Feld für den Grenzwert für Belastbarkeits-Timeout keine Eingabe vor.
- - Die Domäneneigenschaft Grenzwert des Belastbarkeits-Timeout. Verwenden Sie das für die Domäne konfigurierte Belastbarkeits-Timeout und nehmen Sie im Feld für das Belastbarkeits-Timeout für den Dienst keine Eingabe vor.
Sie können das Belastbarkeits-Timeout für den SAP BW-Dienst in den allgemeinen Diensteigenschaften konfigurieren. Die Eigenschaft des Belastbarkeits-Timeouts für den SAP BW-Dienst Eigenschaft wird als Wiederholungsperiode bezeichnet.
HINWEIS: Wenn Sie den Dienst im Administrator-Tool deaktivieren, kann der Client keine Belastbarkeit für Dienstunterbrechungen aufweisen. Wenn Sie den Dienstprozess deaktivieren, ist der Client in Bezug auf Dienstunterbrechung belastbar.
Failover-Konfiguration für einen Anwendungsdienst
Basierend auf Ihrer Lizenz können Sie Backup-Knoten so konfigurieren, dass Anwendungsdienste ein Failover zu einem anderen Knoten durchführen können, wenn der primäre Knoten fehlschlägt. Konfigurieren Sie Backup-Knoten beim Erstellen oder Aktualisieren eines Anwendungsdiensts.
Wenn Sie einen Backup-Knoten konfigurieren, stellen Sie sicher, dass der Knoten Zugriff auf Laufzeitdateien hat, die jeder Anwendungsdienst benötigt, um Datenintegrationsaufgaben wie Arbeitsabläufe und Mappings durchzuführen. Ein Arbeitsablauf benötigt möglicherweise Parameterdateien, Eingabedateien oder Ausgabedateien.
Konfiguration für Failover und Wiederherstellung des PowerCenter-Integrationsdienstes
Während Failover und Wiederherstellung muss der PowerCenter-Integrationsdienst auf Vorgangsstatusdateien zugreifen und Statusinformationen verarbeiten können.
In den Vorgangsstatusdateien wird der Status aller Arbeitsablauf- und Sitzungsvorgänge gespeichert. Der PowerCenter-Integrationsdienst speichert den Status aller Arbeitsablauf- und Sitzungsvorgänge in Dateien im Verzeichnis $PMStorageDir des PowerCenter-Integrationsdienstprozesses.
In den Informationen zum Prozessstatus wird angegeben, welcher Knoten den PowerCenter-Hauptintegrationsdienst und welcher Knoten die jeweilige Sitzung ausgeführt hat. Sie können den PowerCenter-Integrationsdienst konfigurieren, um Informationen zum Prozessstatus in einem Cluster-Dateisystem oder in der PowerCenter-Repository-Datenbank zu speichern.
Speichern von Hochverfügbarkeits-Persistenz in einem Cluster-Dateisystem
Standardmäßig speichert der PowerCenter-Integrationsdienst Informationen zum Prozessstatus mit den Vorgangsstatusdateien im Verzeichnis $PMStorageDir des Integrationsdienstprozesses. Sie müssen das Verzeichnis $PMStorageDir für jeden PowerCenter-Integrationsdienstprozess zur Verwendung desselben Verzeichnisses in einem Cluster-Dateisystem konfigurieren.
Knoten, auf denen der PowerCenter-Integrationsdienst ausgeführt wird, müssen sich im selben Cluster-Dateisystem befinden, um Ressourcen gemeinsam nutzen zu können. Darüber hinaus müssen Knoten innerhalb eines Clusters im Heartbeat-Netz des Cluster-Dateisystems liegen. Verwenden Sie ein Cluster-Dateisystem mit hoher Verfügbarkeit, das für I/O-Fencing konfiguriert ist. Die Hardwareanforderungen und Konfiguration einer I/O-Fencing-Lösung sind für jedes Dateisystem unterschiedlich.
Die folgenden Cluster-Dateisysteme sind von Informatica für den Einsatz bei PowerCenter-Integrationsdienst-Failover und -Sitzungswiederherstellung zertifiziert:
- Storage Array Network
- Veritas Cluster Files System (VxFS)
- IBM General Parallel File System (GPFS)
- Network Attached Storage mit NFS v3-Protokoll
- EMC UxFS, auf einem EMV Celerra NAS-Appliance gehostet
- NetApp WAFL auf einem NetApp NAS-Appliance gehostet
Wenden Sie sich direkt an die entsprechenden Anbieter der Dateisysteme, die Ihren Anforderungen entsprechen.
Speichern von Hochverfügbarkeits-Persistenz in einer Datenbank
Sie können den PowerCenter-Integrationsdienst so konfigurieren, dass Informationen zum Prozessstatus in Datenbanktabellen gespeichert werden. Wenn Sie den PowerCenter-Integrationsdienst zum Speichern von Informationen zum Prozessstatus in einer Datenbank konfigurieren, speichert der Dienst weiterhin den Status aller Arbeitsablauf- und Sitzungsvorgänge in Dateien im Verzeichnis $PMStorageDir. Sie können das Verzeichnis $PMStorageDir zur Verwendung eines POSIX-konformen freigegebenen Dateisystems konfigurieren. Sie müssen kein Cluster-Dateisystem verwenden.
Konfigurieren Sie den PowerCenter-Integrationsdienst so, dass Informationen zum Prozessstatus in Datenbanktabellen in den erweiterten Eigenschaften gespeichert werden. Der PowerCenter-Integrationsdienst speichert Informationen zum Prozessstatus in persistenten Datenbanktabellen in der zugeordneten PowerCenter-Repository-Datenbank.
Beim Failover wird die automatische Wiederherstellung von Arbeitsabläufen wiederaufgenommen, sobald der Dienstprozess auf die Datenbanktabellen zugreifen kann.
Konfiguration der Belastbarkeit für Befehlszeilenprogramme
Sie können das Belastbarkeits-Timeout konfigurieren, das Befehlszeilenprogramme zum Ausführen von Domänen- und Service-Vorgängen verwenden.
Wenn Sie die Befehlszeilenprogramme infacmd , pmcmd oder pmrep zum Herstellen einer Verbindung zur Domäne oder zu einem Anwendungsdienst verwenden, wird das Belastbarkeits-Timeout durch die Befehlszeilenoption, eine Umgebungsvariable oder das Standardbelastbarkeits-Timeout festgelegt.
Verwenden Sie die folgenden Richtlinien, wenn Sie Befehlszeilenprogramm-Belastbarkeit konfigurieren:
- Befehlszeilenoption
- Sie können das Belastbarkeits-Timeout für infacmd festlegen, indem Sie beim Ausführen eines Befehls immer die Befehlszeilenoption -ResilienceTimeout verwenden. Sie können das Belastbarkeits-Timeout für pmcmd festlegen, indem Sie beim Ausführen eines Befehls immer die Befehlszeilenoption -timeout verwenden. Wenn Sie den pmrep-Befehl "Connect" zum Herstellen einer Verbindung zu einem Repository verwenden, können Sie die Befehlszeilenoption -timeout verwenden, um das Belastbarkeits-Timeout für pmrep-Befehle festzulegen, die die Verbindung verwenden.
- Umgebungsvariable.
- Wenn Sie die Timeout-Option nicht in der Befehlszeilensyntax infacmd und pmcmd festlegen, verwenden die Befehlszeilenprogramme infacmd und pmcmd den Wert der auf dem Client-Computer konfigurierten Umgebungsvariable INFA_CLIENT_RESILIENCE_TIMEOUT. Sollten Sie die Timeout-Option nicht festlegen, wenn Sie den pmrep-Befehl "Connect" zum Herstellen einer Verbindung zum Repository verwenden, verwenden pmrep-Befehle den Wert der auf dem Client-Computer konfigurierten Umgebungsvariable INFA_CLIENT_RESILIENCE_TIMEOUT.
- Standardwert
- Wenn Sie nicht die Befehlszeilenoption bzw. die Umgebungsvariable verwenden, verwenden die Befehlszeilenprogramme pmcmd und pmrep das Standard-Belastbarkeits-Timeout von 180 Sekunden.Wenn Sie nicht die Befehlszeilenoption bzw. die Umgebungsvariable verwenden, verwendet das Befehlszeilenprogramm infacmd den Wert der Domäneneigenschaft Dienstebenen-Timeout als Standard-Belastbarkeits-Timeout.
- Grenzwert für Timeout
- Wenn der Grenzwert für den Belastbarkeits-Timeout für den PowerCenter-Integrationsdienst oder den PowerCenter-Repository-Dienst kleiner als das Befehlszeilen-Belastbarkeits-Timeout ist, verwendet das Befehlszeilenprogramm den Grenzwert als Belastbarkeits-Timeout.
HINWEIS: PowerCenter bietet keine Belastbarkeit für einen Repository-Client, wenn der PowerCenter-Repository-Dienst im exklusiven Modus ausgeführt wird.
Domänen-Failover-Konfiguration
Sie können mehrere Gateway-Knoten definieren, um zu verhindern, dass die Domäne heruntergefahren wird, wenn der Master-Gateway-Knoten nicht verfügbar ist.
Bei der Erstinstallation von Informatica-Diensten erstellen Sie einen Gateway-Knoten. Nach der Installation von Informatica können Sie weitere Gateway-Knoten definieren. Um einen Gateway-Knoten zu definieren, fügen Sie der Domäne einen Gateway-Knoten hinzu oder konfigurieren Sie einen Worker-Knoten, der als Gateway-Knoten eingesetzt wird.
Konfiguration des Knoten-Neustarts
Die Informatica-Dienste führen den Dienstmanager auf allen Knoten in der Domäne aus. Sie können die Informatica-Dienste so konfigurieren, dass sie beim unerwarteten Beenden und Starten eines Knotens automatisch starten.
Um die Informatica-Dienste bei Neustart eines Knotens neu zu starten, führen Sie die folgenden Schritte durch:
- •Erstellen Sie in einer UNIX-Umgebung ein Skript, das die Informatica-Dienste automatisch startet, wenn der Knoten startet.
- •Gehen Sie in einer Windows-Umgebung in die Systemsteuerung und konfigurieren Sie die Informatica-Dienste für einen automatischen Neustart.
Sie können den Neustart unabhängig von Knotentyp und Knotenrolle für alle Knoten konfigurieren.