Aktivieren und Deaktivieren von Datenintegrationsdiensten und -prozessen
Sie können den gesamten Datenintegrationsdienst oder einen einzelnen Datenintegrationsdienstprozess auf einem bestimmten Knoten aktivieren bzw. deaktivieren.
Wenn Sie den Datenintegrationsdienst in einem Gitter oder mit der Option für hohe Verfügbarkeit ausführen, ist ein Datenintegrationsdienstprozess pro Knoten konfiguriert. Für ein Gitter führt der Datenintegrationsdienst alle aktivierten Datenintegrationsdienstprozesse aus. Zur Gewährleistung hoher Verfügbarkeit führt der Datenintegrationsdienst den Datenintegrationsdienstprozess auf einem primären Knoten aus.
Aktivieren, Deaktivieren oder Wiederherstellen von Datenintegrationsdiensten
Sie können den Datenintegrationsdienst aktivieren, deaktivieren oder wiederherstellen. Falls Sie Wartungsarbeiten durchführen oder Benutzer vorübergehend von der Nutzung des Diensts ausschließen müssen, können Sie den Datenintegrationsdienst deaktivieren. Sie können den Dienst wiederherstellen, wenn Sie eine Diensteigenschaft geändert oder die Rolle für einen Knoten aktualisiert haben, der dem Dienst bzw. dem Gitter zugewiesen ist, in dem der Dienst ausgeführt wird.
Die Anzahl der Dienstprozesse, die beim Aktivieren des Datenintegrationsdiensts gestartet werden, hängt von den folgenden Komponenten ab, auf denen der Dienst ausgeführt werden kann:
- Einzelknoten
- Wenn Sie einen Datenintegrationsdienst aktivieren, der auf einem Einzelknoten ausgeführt wird, so wird auf dem Knoten ein Dienstprozess gestartet.
- Gitter
- Wenn Sie einen Datenintegrationsdienst aktivieren, der in einem Gitter ausgeführt wird, so wird auf jedem Knoten im Gitter, der über die Dienstrolle verfügt, ein Dienstprozess gestartet.
- Primäre Knoten und Backup-Knoten
- Wenn Sie einen zur Ausführung auf primären Knoten und Backup-Knoten konfigurierten Datenintegrationsdienst aktivieren, ist auf jedem Knoten ein Dienstprozess zur Ausführung verfügbar, aber nur der Dienstprozess auf dem primären Knoten wird gestartet. Beispiel: Sie verfügen über die Option für hohe Verfügbarkeit und konfigurieren einen Datenintegrationsdienst zur Ausführung auf einem primären Knoten und zwei Backup-Knoten. Sie aktivieren den Datenintegrationsdienst, wodurch auf jedem der drei Knoten ein Dienstprozess aktiviert wird. Auf dem primären Knoten wird ein einzelner Prozess ausgeführt, während die anderen Prozesse auf den Backup-Knoten im Standby-Status bleiben.
HINWEIS: Der zugeordnete Modellrepository-Dienst muss gestartet werden, bevor Sie den Datenintegrationsdienst aktivieren können.
Beim Deaktivieren des Datenintegrationsdiensts fahren Sie diesen herunter und deaktivieren alle Dienstprozesse. Wenn Sie einen Datenintegrationsdienst in einem Gitter ausführen, deaktivieren Sie alle Dienstprozesse im Gitter.
Wenn Sie den Datenintegrationsdienst deaktivieren, müssen Sie den Deaktivierungsmodus auswählen. Sie können eine der folgenden Optionen auswählen:
- •Abschließen. Stoppt alle Anwendungen und bricht alle Jobs in sämtlichen Anwendungen ab. Wartet vor der Deaktivierung des Diensts, bis alle Jobs abgebrochen wurden.
- •Abbrechen. Stoppt alle Anwendungen und versucht, alle Jobs vor deren Abbruch und Deaktivieren des Diensts anzuhalten.
HINWEIS: Wenn Data Engineering-Wiederherstellung im Datenintegrationsdienst aktiviert ist, führen Sie den Befehl infacmd ms abortAllJobs aus, bevor Sie den Dienst deaktivieren oder wiederverwenden.
Wenn Sie den Datenintegrationsdienst wiederherstellen, startet der Dienstmanager den Dienst neu. Wenn der Dienstmanager den Datenintegrationsdienst neu startet, wird der Status jeder dem Datenintegrationsdienst zugeordneten Anwendung ebenfalls wiederhergestellt.
Wenn Sie einen in einem Gitter ausgeführten Datenintegrationsdienst recyceln oder herunterfahren möchten, stellen Sie sicher, dass keine Jobs ausgeführt werden. Wenn Sie den Dienst recyceln oder herunterfahren, während Jobs ausgeführt werden, stellt der Datenintegrationsdienst die abgebrochenen Jobs unter Umständen wieder her und führt sie erneut aus. Um sicherzustellen, dass Jobs nicht wiederhergestellt werden, verwenden Sie den Befehl infacmd ms abortAllJobs, bevor Sie die Anforderung zum Herunterfahren ausgeben. Der Befehl bricht alle ausgeführten Jobs ordnungsgemäß ab und verhindert, dass sie erneut ausgeführt werden.
HINWEIS: Beachten Sie folgende Richtlinien:
- •Die Auswahl der Option zum Abbrechen aller ausgeführten Jobs im Dialogfeld „Herunterfahren“ des Administrator Tools hat nicht dieselben Auswirkungen wie die Verwendung des Befehls abortAllJobs. Um sicherzustellen, dass alle Jobs in einem Datenintegrationsdienstgitter angehalten und nicht wiederhergestellt werden, verwenden Sie den Befehl infacmd ms abortAIIJobs, bevor Sie die Anforderung zum Herunterfahren ausgeben.
- •Wenn Sie einen Datenintegrationsdienst mit einem Einzelknoten oder einem primären und Backup-Knoten recyceln oder herunterfahren, bricht der Datenintegrationsdienst alle Jobs ab und stellt sie nicht wieder her.
Aktivieren, Deaktivieren oder Wiederherstellen von Diensten
Vom Administrator Tool aus können Sie den Dienst aktivieren, deaktivieren oder wiederherstellen.
1Klicken Sie im Administrator Tool auf die Registerkarte Verwalten > Ansicht Dienste und Knoten.
2 Wählen Sie im Domänen-Navigator den Dienst aus.
3Klicken Sie auf der Registerkarte Verwalten im Menü Aktionen auf eine der folgenden Optionen:
- - Dienst aktivieren, um den Dienst zu aktivieren.
- - Dienst deaktivieren, um den Dienst zu deaktivieren. Wählen Sie den Modus aus, in dem der Dienst deaktiviert werden soll.
Deaktivierungsmodus | Beschreibung |
|---|
Abbrechen | Beendet den Dienst unerwartet. |
Vollständig | Wartet, bis alle Sitzungen abgeschlossen sind, und beendet dann den Dienst. |
Anhalten | Beendet den Dienst nach einer Wartezeit von 30 Sekunden. Nur auf den Metadaten-Zugriffsdienst anwendbar. |
Wenn Sie diese Optionen einstellen, werden die entsprechenden Informationen in der Ansicht Domäne auf der Registerkarte Verwalten in den Bereichen Ereignisse und Befehlshistorie angezeigt.
- - Dienst wiederherstellen, um den Dienst wiederherzustellen.
Aktivieren oder Deaktivieren von Datenintegrationsdienst-Prozessen
Sie können einen Datenintegrationsdienst-Prozess auf einem bestimmten Knoten aktivieren bzw. deaktivieren.
Die Auswirkung auf den Datenintegrationsdienst nach der Deaktivierung eines Dienstprozesses hängt von den folgenden Komponenten ab, auf denen der Dienst ausgeführt werden kann:
- Einzelknoten
- Wird der Datenintegrationsdienst auf einem Einzelknoten ausgeführt, wird durch Deaktivieren des Dienstprozesses auch der Dienst deaktiviert.
- Gitter
- Wird der Datenintegrationsdienst in einem Gitter ausgeführt, wird der Dienst durch Deaktivieren eines Dienstprozesses nicht deaktiviert. Der Dienst wird auf anderen Knoten, die zur Ausführung des Diensts festgelegt wurden, weiter ausgeführt, solange diese verfügbar sind.
- Primäre Knoten und Backup-Knoten
- Wenn Sie über die Option für hohe Verfügbarkeit verfügen und den Datenintegrationsdienst zur Ausführung auf primären Knoten und Backup-Knoten konfigurieren, wird der Dienst durch Deaktivieren eines Dienstprozesses nicht deaktiviert. Das Deaktivieren eines in Ausführung befindlichen Dienstprozesses verursacht ein Failover des Diensts auf einen anderen Knoten.
Aktivieren und Deaktivieren von Dienstprozessen
Sie können einen Dienstprozess über das Administrator Tool aktivieren oder deaktivieren.
1Klicken Sie im Administrator Tool auf die Registerkarte Verwalten > Ansicht Dienste und Knoten.
2 Wählen Sie im Domänen-Navigator den Dienst aus.
3Klicken Sie im Inhaltsbereich auf die Ansicht Prozesse.
4Klicken Sie auf der Registerkarte Verwalten im Menü Aktionen auf eine der folgenden Optionen:
- - Prozess aktivieren, um den Dienstprozess zu aktivieren.
- - Prozess deaktivieren, um den Dienstprozess zu deaktivieren. Wählen Sie den Modus, in dem der Dienstprozess deaktiviert werden soll.
Deaktivierungsmodus | Beschreibung |
|---|
Abbrechen | Beendet den Dienstprozess unerwartet. |
Vollständig | Wartet, bis alle Sitzungen abgeschlossen sind, und beendet dann den Dienstprozess. |
Anhalten | Beendet den Dienstprozess nach einer Wartezeit von 30 Sekunden. Nur auf den Metadaten-Zugriffsdienst anwendbar. |