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Beibehalten von Verbindungspools

Verbindungspooling ist eine Konzept zum Zwischenspeichern von Datenbankverbindungsinformationen, die der Datenintegrationsdienst verwendet. Verbindungspools erhöhen die Leistung durch Wiederverwendung zwischengespeicherter Verbindungsinformationen.
Ein Verbindungspool ist eine Gruppe von Verbindungsinstanzen für ein Verbindungsobjekt. Eine Verbindungsinstanz ist eine Darstellung einer physischen Verbindung zu einer Datenquelle. Eine Verbindungspool-Bibliothek kann mehrere Verbindungspools enthalten. Die Anzahl der Verbindungspools hängt von der Anzahl der eindeutigen Verbindungen ab, die die DTM-Instanzen beim Ausführen des Jobs verwenden.
Sie konfigurieren den Datenintegrationsdienst zur Ausführung von DTM-Instanzen im Datenintegrationsdienst-Prozess bzw. in separaten DTM-Prozessen, die auf lokalen Knoten oder Remoteknoten ausgeführt werden. Jeder Datenintegrationsdienst- bzw. DTM-Prozess verwaltet eine eigene Verbindungspool-Bibliothek, die von allen DTM-Instanzen, die in dem Prozess laufen, verwendet werden können. Die Anzahl der Verbindungspool-Bibliotheken hängt von der Anzahl der laufenden Datenintegrationsdienst-Prozesse oder DTM-Prozesse ab.
Eine Verbindungsinstanz kann aktiv oder inaktiv sein. Eine aktive Verbindungsinstanz ist eine Verbindungsinstanz, die eine DTM-Instanz verwendet, um eine Verbindung zu einer Datenbank herzustellen. Ein DTM-Prozess oder der Datenintegrationsdienstprozess kann eine unbegrenzte Anzahl von aktiven Verbindungsinstanzen erstellen.
Eine inaktive Verbindungsinstanz ist eine Verbindungsinstanz im Verbindungspool, die nicht verwendet wird. Ein Verbindungspool speichert inaktive Verbindungsinstanzen basierend auf den Pooling-Eigenschaften, die Sie für eine Datenbankverbindung konfigurieren. Sie konfigurieren die Mindestanzahl von Verbindungen, die Maximalanzahl von Verbindungen und die maximal erlaubte inaktive Zeit von Verbindungen.

Verbindungspoolmanagement

Wenn ein DTM-Prozess oder der Datenintegrationsdienst-Prozess einen Job ausführt, fordert er eine Verbindungsinstanz aus dem Pool an. Wenn eine inaktive Verbindungsinstanz vorhanden ist, übergibt der Verbindungspool sie an den DTM-Prozess oder den Datenintegrationsdienstprozess. Wenn der Verbindungspool über keine inaktive Verbindungsinstanz verfügt, erstellt der DTM-Prozess oder der Datenintegrationsdienstprozess eine aktive Verbindungsinstanz.
Wenn der DTM-Prozess oder der Datenintegrationsdienstprozess den Job abgeschlossen hat, übergibt er die aktive Verbindungsinstanz als eine inaktive Verbindungsinstanz an den Pool. Enthält der Verbindungspool die maximale Anzahl inaktiver Verbindungsinstanzen, entfernt der Prozess die aktive Verbindungsinstanz, anstatt sie dem Pool zu übergeben.
Der DTM-Prozess oder der Datenintegrationdienst-Prozess entfernt eine inaktive Verbindungsinstanz aus dem Pool, wenn die folgenden Bedingungen zutreffen:
Wenn Sie den Benutzernamen, das Passwort oder die Verbindungszeichenfolge für eine Datenbankverbindung mit aktiviertem Verbindungspooling aktualisieren, treten die Updates sofort in Kraft. Nachfolgende Verbindungsanfragen verwenden die aktualisierten Informationen. Die Verbindungspool-Bibliothek löscht alle Verbindungen, die im Leerlauf sind, und startet den Verbindungspool neu. Sie gibt nach Abschluss keine Verbindungsinstanzen zurück, die zum Zeitpunkt des Neustarts auf dem Verbindungspool aktiv sind.
Wenn Sie eine andere Datenbankverbindungseigenschaft aktualisieren, müssen Sie den Datenintegrationsdienst neu starten, um die Updates anzuwenden.

Poolingeigenschaften in Verbindungsobjekten

Sie können Poolingeigenschaften von Verbindungen in der Ansicht Pooling für eine Datenbankverbindung bearbeiten.
Die Anzahl der Verbindungspool-Bibliotheken hängt von der Anzahl der laufenden Datenintegrationsdienstprozesse oder der DTM-Prozesse ab. Jeder Datenintegrationsdienstprozess oder DTM-Prozess verwaltet eine eigene Verbindungspool-Bibliothek. Die Werte der Poolingeigenschaften gelten für jede Verbindungspool-Bibliothek.
Wenn Sie beispielsweise die maximale Anzahl von Verbindungen auf 15 einstellen, kann jede Verbindungspoolbibliothek maximal 15 inaktive Verbindungen im Pool haben. Wenn vom Datenintegrationsdienst Jobs in separaten lokalen Prozessen ausgeführt werden und drei DTM-Prozesse laufen, können maximal 45 inaktive Verbindungsinstanzen vorliegen.
Um die Gesamtanzahl inaktiver Verbindungsinstanzen zu verringern, legen Sie die Mindestanzahl an Verbindungen auf 0 fest und verringern Sie die maximal erlaubte inaktive Zeit für jede Datenbankverbindung.
Die folgende Liste beschreibt die Poolingeigenschaften der Datenbankverbindung, die Sie in der Ansicht Pooling für Datenbankverbindungen bearbeiten können:
Verbindungspooling aktivieren
Aktiviert das Verbindungspooling. Wenn Sie das Verbindungspooling aktivieren, behält jeder Verbindungspool inaktive Verbindungsinstanzen im Speicher. Um inaktive Verbindungen in den Pools zu löschen, müssen Sie den Datenintegrationsdienst neu starten.
Wenn das Verbindungspooling deaktiviert ist, stoppt der DTM-Prozess oder der Datenintegrationsdienst alle Poolingaktivitäten. Der DTM-Prozess oder der Datenintegrationsdienstprozess erstellt bei jeder Verarbeitung eines Jobs eine Verbindungsinstanz. Er löscht die Instanz, wenn er die Verarbeitung der Jobs beendet.
Standardwert ist aktiviert für DB2 für i5/OS-, DB2 für z/OS-, IBM DB2-, Microsoft SQL Server-, Oracle- und ODBC-Verbindungen. Die Standardeinstellung ist für Adabas-, IMS-, sequenzielle und VSAM-Verbindungen deaktiviert.
Mindestanzahl an Verbindungen
Die Mindestanzahl inaktiver Verbindungsinstanzen, die ein Pool für eine Datenbankverbindung aufrechterhält, nachdem die maximal erlaubte inaktive Zeit erreicht ist. Setzen Sie diesen Wert maximal auf die maximale Anzahl inaktiver Verbindungsinstanzen. Standardwert ist 0.
Maximale Anzahl an Verbindungen
Die maximale Anzahl inaktiver Verbindungsinstanzen, die ein Pool für eine Datenbankverbindung aufrechterhält, bevor die maximale inaktive Zeit erreicht ist. Legen Sie diesen Wert auf eine höhere Anzahl als die Mindestanzahl an inaktiven Verbindungsinstanzen fest. Standardwert ist 15.
Maximale Leerlaufzeit
Die Anzahl der Sekunden, die eine Verbindungsinstanz, welche die Mindestanzahl von Verbindungsinstanzen überschritten hat, inaktiv bleiben kann, bevor sie vom Verbindungspool gelöscht wird. Der Verbindungspool ignoriert die inaktive Zeit, wenn die Verbindungsinstanz die Mindestanzahl von inaktiven Verbindungsinstanzen nicht überschreitet. Standardwert ist 120.

Beispiel für einen Verbindungspool

Sie möchten Verbindungspools zur Optimierung der Verbindungsleistung verwenden. Sie haben den Datenintegrationsdienst zum Ausführen von Jobs in separaten lokalen Prozessen konfiguriert.
Sie konfigurieren die folgenden Pooling-Eigenschaften für eine Verbindung:
Wenn ein DTM-Prozess fünf Jobs ausführt, verwendet er den folgenden Prozess, um den Verbindungspool aufrecht zu erhalten:
  1. 1Der DTM-Prozess erhält eine Anfrage zur Verarbeitung von fünf Jobs um 11:00 Uhr und erstellt fünf Verbindungsinstanzen.
  2. 2Der DTM-Prozess beendet die Verarbeitung um 11:30 Uhr und übergibt vier Verbindungen als inaktive Verbindungen an den Verbindungspool.
  3. 3Er löscht er eine Verbindung, da sie die Größe des Verbindungspools überschreitet.
  4. 4Um 11:32 Uhr ist die maximal erlaubte inaktive Zeit für inaktive Verbindungen erreicht, und der DTM-Prozess löscht zwei inaktive Verbindungen.
  5. 5Der DTM-Prozess unterhält zwei inaktive Verbindungen, da die Mindestverbindungspoolgröße zwei ist.

Optimieren der Verbindungsleistung

Um die Verbindungsleistung optimieren, konfigurieren Sie das Verbindungspooling für die Datenbankverbindungen. Jeder DTM-Prozess oder der Datenintegrationsdienstprozess legt Datenbankverbindungen für Jobs im Zwischenspeicher ab und behält einen Pool von Verbindungen bei, die er wiederverwenden kann.
Der DTM-Prozess oder der Datenintegrationsdienst legt die Verbindungen im Zwischenspeicher ab und gibt diese basierend auf den Verbindungspooling-Eigenschaften, die Sie für die Verbindung konfiguriert haben, frei. Die Wiederverwendung von Verbindungen optimiert die Leistung. Sie minimiert die Zeit und Ressourcen, die der DTM-Prozess oder der Datenintegrationsdienstprozess beim Öffnen und Schließen mehrerer Datenbankverbindungen verwendet.
Um die Verbindungsleistung zu optimieren, aktivieren Sie die Eigenschaft Verbindungspooling in den Datenbankverbindungs-Eigenschaften. Konfigurieren Sie optional zusätzliche Verbindungspooling-Eigenschaften.