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PowerExchange-Verbindungspools

Ein PowerExchange®-Verbindungspool ist eine Gruppe von Netzwerkverbindungen mit einem PowerExchange-Listener. Der Datenintegrationsdienst stellt eine Verbindung zu einer PowerExchange-Datenquelle über den PowerExchange-Listener her.
PowerExchange verwendet Verbindungspools für die folgenden Datenbankverbindungsobjekttypen:
Um eine Verbindung zu einer PowerExchange-Listener zu definieren, beziehen Sie eine NODE-Anweisung in der Datei DBMOVER auf dem Computer ein, auf dem der Datenintegrationsdienst ausgeführt wird. Definieren Sie anschließend eine Datenbankverbindung und ordnen Sie dem Listener die Verbindung zu. Die Eigenschaft Speicherort gibt den Namen für den Listener-Knoten an. Definieren Sie Datenbankverbindungspooling-Eigenschaften in der Ansicht Pooling für eine Datenbankverbindung.

PowerExchange-Verbindungspoolmanagement

Der Datenintegrationsdienst stellt eine Verbindung zu einer PowerExchange-Datenquelle über den PowerExchange-Listener her. Ein PowerExchange-Verbindungspool ist eine Gruppe von Verbindungen zu einem PowerExchange-Listener.
Wenn der DTM-Prozess oder der Datenintegrationsdienstprozess einen Datenumwandlungsjob ausführt, fordert er eine Verbindungsinstanz aus einem Verbindungspool an. Wenn der DTM oder der Datenintegrationsdienst eine PowerExchange-Verbindungsinstanz benötigt, fordert er eine Verbindungsinstanz von PowerExchange an.
Wenn PowerExchange eine Anfrage für eine Verbindung zu einem Listener empfängt, wird eine Verbindung im Pool verwendet, deren Merkmale übereinstimmen, zum Beispiel Benutzer-ID und Passwort. Wenn der Pool keine Verbindung mit übereinstimmenden Merkmalen enthält, ändert PowerExchange eine gepoolte Verbindung zum Listener, wenn dies möglich ist. Beispiel: Wenn PowerExchange eine Verbindung für USER1 auf Node1 benötigt und nur eine gepoolte Verbindung mit für USER2 auf NODE1 findet, verwendet PowerExchange die Verbindung erneut, meldet USER2 ab und meldet USER1 an.
Wenn PowerExchange eine Listener-Verbindung an den Pool zurückgibt, werden alle Dateien oder Datenbanken geschlossen, die im Listener geöffnet waren.
Wenn Sie mehrere Datenbankverbindungsobjekte mit demselben Listener-Knotennamen verbinden, fasst PowerExchange die Verbindungen in einem einzigen Pool zusammen. Beispiel: Wenn Sie NODE1 mehrere Datenbankverbindungen zuordnen, wird ein Verbindungspool für alle PowerExchange-Verbindungen zu NODE1 verwendet. Um die maximale Größe des Verbindungspools für den Listener zu bestimmen, fügt PowerExchange die Werte Maximale Anzahl der Verbindungen hinzu, die Sie für jede Datenbankverbindung angegeben haben, die den Listener verwendet.
Wenn jedes Datenbankverbindungs-Objekt einen separaten Verbindungspool verwenden soll, definieren Sie mehrere NODE-Anweisungen für denselben PowerExchange-Listener und verbinden Sie jedes Datenbankverbindungs-Objekt mit einem anderen Listener-Knotennamen.
HINWEIS: Das PowerExchange-Verbindungspooling verwendet nur Netport-Verbindungen erneut, wenn Benutzername und Passwort übereinstimmen.

Aspekte des Verbindungspoolings für PowerExchange Netport-Jobs

Netport-Jobs, die Verbindungspooling verwenden, unterliegen möglicherweise Beschränkungen.
Je nach Datenquelle könnte der Netport JCL exklusiv auf einen Datensatz oder eine andere Quelle Bezug nehmen. Da eine in Pools zusammengefasste Netport-Verbindung nach Abschluss der Datenverarbeitung noch für einige Zeit weiterbestehen kann, werden Sie möglicherweise Nebenläufigkeitsprobleme bekommen. Sollte es nicht möglich sein, Netport JCL so zu ändern, dass Ressourcen nicht exklusiv referenziert werden, überlegen Sie bitte, ob Sie Verbindungspooling deaktivieren können.
Im Besonderen können bei IMS Netport-Jobs, die Verbindungspooling verwenden, Beschränkungen auftreten. Da der PSB bei Netport-Verbindungspooling für einen längeren Zeitraum geplant ist, können in folgenden Fällen Einschränkungen bei Ressourcen auftreten:

PowerExchange-Verbindungspooling-Konfiguration

Um PowerExchange-Verbindungspooling zu konfigurieren, beziehen Sie Anweisungen in die DBMOVER-Konfigurationsdateien auf jedem Computer ein, die den PowerExchange-Listener oder den Datenintegrationsdienst hosten. Definieren Sie weiterhin Verbindungspooling-Eigenschaften in der Ansicht Pooling der Verbindung.

DBMOVER-Konfigurationsanweisungen für das PowerExchange-Verbindungspooling

Um PowerExchange-Verbindungspooling zu konfigurieren, definieren Sie DBMOVER-Konfigurationsanweisungen auf jedem Computer, der den PowerExchange-Listener oder den Datenintegrationsdienst hostet.
Definieren Sie die folgenden Anweisungen:
LISTENER
Gibt den TCP/IP-Port an, auf dem ein benannter PowerExchange-Listenerprozess Arbeitsanfragen erwartet. Fügen Sie die Anweisung LISTENER in die Konfigurationsdatei DBMOVER auf dem PowerExchange-Listenercomputer ein.
MAXTASKS
Definieren Sie die maximale Anzahl der Tasks, die gleichzeitig in einem PowerExchange Listener ausgeführt werden können. Fügen das Statement MAXTASKS in die Konfigurationsdatei DBMOVER auf dem PowerExchange Listener Computer ein.
Stellen Sie sicher, dass MAXTASKS groß genug ist, um das doppelte der maximalen Größe des Verbindungspools für den Listener aufzunehmen. Die maximale Größe des Verbindungspools entspricht der Summe der Werte, die Sie für die Pooling-Eigenschaft Maximale Anzahl an Verbindungen für jede Datenbankverbindung eingeben, die mit dem Listener verknüpft ist.
Standardwert ist 30.
NODE
Definiert den TCP/IP-Hostnamen und Port, den PowerExchange für den Kontakt zu einem PowerExchange-Listener verwendet. Beziehen Sie die NODE-Anweisung in die Datei DBMOVER des Computers ein, auf dem der Datenintegrationsdienst ausgeführt wird.
TCPIP_SHOW_POOLING
Schreibt Diagnoseinformationen in die PowerExchange-Logdatei. Beziehen Sie die TCPIP_SHOW_POOLING-Anweisung in die Datei DBMOVER auf dem Computer ein, auf dem der Datenintegrationsdienst ausgeführt wird.
Wenn TCPIP_SHOW_POOLING=Y ist, schreibt PowerExchange die Nachricht PWX-33805 jedes Mal in die PowerExchange-Protokolldatei, wenn eine Verbindung an den PowerExchange-Verbindungspool zurückgegeben wird.
Die Meldung PWX-33805 enthält folgende Informationen:

Poolingeigenschaften in PowerExchange-Verbindungsobjekten

Konfigurieren Sie Verbindungspooling-Eigenschaften in der Ansicht Pooling für eine PowerExchange-Datenbankverbindung.
Verbindungspooling aktivieren
Aktiviert das Verbindungspooling. Wenn Sie das Verbindungspooling aktivieren, behält jeder Verbindungspool inaktive PowerExchange-Listener-Verbindungsinstanzen im Speicher. Wenn Sie das Verbindungpooling deaktivieren, stoppt der DTM-Prozess oder der Datenintegrationsdienst alle Pooling-Aktivitäten. Um den Pool der inaktiven Verbindungen zu löschen, müssen Sie den Datenintegrationsdienst neu starten.
Die Standardeinstellung ist für DB2 für i5/OS- und DB2 für z/OS-Verbindungen aktiviert. Die Standardeinstellung ist für Adabas-, IMS-, sequenzielle und VSAM-Verbindungen deaktiviert.
Mindestanzahl an Verbindungen
Die Mindestanzahl inaktiver Verbindungsinstanzen, die ein Pool für eine Datenbankverbindung aufrechterhält, nachdem die maximal erlaubte inaktive Zeit erreicht ist. Wenn einem PowerExchange-Listener mehrere Datenbankverbindungen zugeordnet sind, bestimmt PowerExchange die Mindestanzahl an Verbindungen zum PowerExchange-Listener durch das Hinzufügen der Werte für jede Datenbankverbindung.
Maximale Anzahl an Verbindungen
Die maximale Anzahl inaktiver Verbindungsinstanzen, die ein Pool für eine Datenbankverbindung aufrechterhält, bevor die maximale inaktive Zeit erreicht ist. Wenn einem PowerExchange-Listener mehrere Datenbankverbindungen zugeordnet sind, bestimmt PowerExchange die maximale Anzahl an Verbindungen zum PowerExchange-Listener durch das Hinzufügen der Werte für jede Datenbankverbindung.
Stellen Sie sicher, dass der Wert von MAXTASKS in der Konfigurationsdatei DBMOVER hoch genug für die doppelte maximale Anzahl an Verbindungen zum PowerExchange-Listener-Knoten ist.
Geben Sie 0 ein, um die Größe des Verbindungspools nicht zu limitieren.
Standardwert ist 15.
Maximale Leerlaufzeit
Die Anzahl der Sekunden, die eine Verbindungsinstanz, die die Mindestanzahl von Verbindungsinstanzen überschritten hat, inaktiv bleiben kann, bevor sie vom Verbindungspool gelöscht wird. Der Verbindungspool ignoriert die inaktive Zeit, wenn die Verbindungsinstanz die Mindestanzahl von inaktiven Verbindungsinstanzen nicht überschreitet.
Wenn einem PowerExchange-Listener mehrere Datenbankverbindungen zugeordnet sind, berechnet PowerExchange das arithmetische Mittel der Nicht-Null-Werte für jede Datenbankverbindung, um die maximale inaktive Zeit für Verbindungen zu demselben Listener zu bestimmen.
Standardwert ist 120.
TIPP: Weisen Sie die maximale inaktiven Zeit zu jeder Datenbankverbindung zu.