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Ressourcenmanager-Dienst

Der Ressourcenmanager-Dienst verwaltet Rechenressourcen in der Domäne und versendet Jobs, um optimale Leistung und Skalierbarkeit zu erreichen. Der Ressourcenmanager-Dienst sammelt Informationen über Knoten mit der Berechnungsrolle. Der Dienst gleicht die Jobanforderungen mit der Ressourcenverfügbarkeit ab und ermittelt so den besten Berechnungsknoten für die Ausführung des Jobs.
Der Ressourcenmanager-Dienst kommuniziert mit Berechnungsknoten in einem Datenintegrationsdienstgitter. Aktivieren Sie den Ressourcenmanager-Dienst, wenn Sie ein Datenintegrationsdienstgitter für die Ausführung von Jobs in separaten Remoteprozessen konfigurieren. Der Ressourcenmanager-Dienst erfordert kein Lizenzobjekt, bevor Sie den Dienst aktivieren.
Der Ressourcenmanager-Dienst ist hochverfügbar. Bei hoher Verfügbarkeit können der Dienstmanager und der Ressourcenmanager-Dienst auf Netzwerkfehler und Fehler des Ressourcenmanager-Diensts reagieren. Der Ressourcenmanager-Dienst verfügt über die Hochverfügbarkeitsfunktion für Neustart und Failover. Falls ein Ressourcenmanager-Dienst nicht mehr verfügbar ist, kann der Dienstmanager den Dienst auf demselben Knoten oder auf einem Backup-Knoten neu starten.

Ressourcenmanager-Dienst - Architektur

Der Ressourcenmanager-Dienst stellt eine Verbindung zu Knoten mit der Berechnungsrolle in einem Datenintegrationsdienst-Gitter her, das zur Ausführung von Jobs in separaten Remoteprozessen konfiguriert ist.
Wenn der Dienstmanager auf einem Knoten mit der Berechnungsrolle startet, registriert er den Knoten beim Ressourcenmanager-Dienst. Rechenknoten nutzen ein Heartbeat-Protokoll, um periodische Signale an den Ressourcenmanager-Dienst zu senden. Der Ressourcenmanager-Dienst speichert Details zu den Rechenknoten im Speicher. Wenn der Knoten keine Heartbeat-Signale mehr sendet, markiert der Ressourcenmanager-Dienst den Knoten als nicht verfügbar und sendet keine Jobs mehr an diesen.
Wenn Sie einen Datenintegrationsdienst aktivieren, der im Gitter ausgeführt wird, legt der Datenintegrationsdienst einen Knoten mit der Berechnungsrolle als Masterrechenknoten fest. Der Dienstmanager auf dem Masterrechenknoten kommuniziert mit dem Ressourcenmanager-Dienst, um einen verfügbaren Worker-Rechenknoten zur Ausführung von Jobanfragen zu finden.

Bevor Sie den Ressourcenmanager-Dienst aktivieren

Bevor Sie den Ressourcenmanager-Dienst aktivieren, führen Sie die vorbereitenden Aufgaben für den Dienst aus.
Konfigurieren Sie vor der Aktivierung des Ressourcenmanager-Diensts ein Datenintegrationsdienst-Gitter zur Ausführen von Jobs in separaten Remoteprozessen. Der festgelegte Masterrechenknoten im Gitter kommuniziert mit dem Ressourcenmanager-Dienst, um einen verfügbaren Rechenknoten zur Remote-Ausführung von Jobs zu finden.

Eigenschaften des Ressourcenmanager-Diensts

Wenn Sie die Eigenschaften des Ressourcenmanager-Diensts konfigurieren möchten, wählen Sie den Dienst im Domänennavigator aus und klicken Sie auf die Ansicht Eigenschaften. Sie können die Eigenschaften ändern, während der Dienst ausgeführt wird, aber Sie müssen den Dienst neu starten, damit die geänderten Eigenschaften wirksam werden.

Allgemeine Eigenschaften

Konfigurieren Sie in den allgemeinen Eigenschaften die primären Knoten und Backup-Knoten für den Ressourcenmanager-Dienst.
In der folgenden Tabelle werden die allgemeinen Eigenschaften für den Dienst beschrieben:
Eigenschaft
Beschreibung
Name
Name des Diensts. Sie können den Namen des Ressourcenmanager-Diensts nicht ändern.
Beschreibung
Beschreibung des Diensts. Die Beschreibung darf nicht mehr als 765 Zeichen enthalten.
Knoten
Knoten, auf dem der Dienst ausgeführt wird.
Backup-Knoten
Knoten, auf denen der Dienst ausgeführt werden kann, wenn der primäre Knoten nicht verfügbar ist.

Protokollierungsoptionen

In der folgenden Tabelle wird die Eigenschaft „Protokollebenen“ für den Ressourcenmanager-Dienst beschrieben:
Eigenschaft
Beschreibung
Protokollebene
Gibt den Standardschweregrad für die Dienstprotokolle an. Wählen Sie eine der folgenden Optionen aus:
  • - Schwerwiegend. Schreibt FATAL-Meldungen in das Protokoll. Zu FATAL-Meldungen gehören nicht behebbare Systemfehler, die bewirken, dass der Dienst beendet wird oder nicht mehr verfügbar ist.
  • - Fehler: Schreibt FATAL- und ERROR-Codemeldungen in das Protokoll. Zu ERROR-Meldungen gehören Verbindungsfehler, Fehler beim Speichern oder Abrufen von Metadaten, Dienstfehler.
  • - Warnung. Schreibt FATAL-, WARNING- und ERROR-Meldungen in das Protokoll. WARNING-Fehler beinhalten wiederherstellbare Systemfehler oder Warnungen.
  • - Info. Schreibt FATAL-, INFO-, WARNING- und ERROR-Meldungen in das Protokoll. INFO-Meldungen beinhalten System- und Dienständerungsmeldungen.
  • - Trace. Schreibt FATAL-, TRACE-, INFO-, WARNING- und ERROR-Meldungen in das Protokoll. In TRACE-Meldungen werden fehlerhafte Benutzeranfragen protokolliert.
  • - Debug. Schreibt FATAL-, DEBUG-, TRACE-, INFO-, WARNING- und ERROR-Meldungen in das Protokoll. DEBUG-Meldungen sind Benutzeranfrageprotokolle.

Eigenschaften des Ressourcenmanager-Dienstprozesses

Wenn der Ressourcenmanager-Dienst zur Ausführung auf primären Knoten und Backup-Knoten konfiguriert ist, wird auf jedem Knoten ein Dienstprozess aktiviert. Es wird jeweils nur ein einzelner Prozess ausgeführt, während die anderen Prozesse im Standby-Status bleiben. Sie können die Dienstprozesseigenschaften für jeden Knoten anders konfigurieren.
Wenn Sie die Eigenschaften des Ressourcenmanager-Dienstprozesses konfigurieren möchten, wählen Sie den Dienst im Domänennavigator aus und klicken Sie auf die Ansicht Prozesse. Sie können die Eigenschaften ändern, während der Dienst ausgeführt wird, aber Sie müssen den Dienstprozess neu starten, damit die geänderten Eigenschaften wirksam werden.

Umgebungsvariablen

Sie können Umgebungsvariablen für den Ressourcenmanager-Dienstprozess konfigurieren.
In der folgenden Tabelle werden die Umgebungsvariablen beschrieben:
Eigenschaft
Beschreibung
Umgebungsvariable
Geben Sie einen Namen und einen Wert für die Umgebungsvariable ein.

Erweiterte Optionen

In der folgenden Tabelle werden die erweiterten Optionen beschrieben:
Eigenschaft
Beschreibung
Maximale Heap-Größe
Die zugeteilte RAM-Größe für die Java Virtual Machine (JVM), auf der der Dienstprozess ausgeführt wird. Mit dieser Eigenschaft verbessern Sie die Leistung. Fügen Sie einen der folgenden Buchstaben an den Wert an, um die Einheiten anzugeben:
  • - b für Byte.
  • - k für Kilobyte
  • - m für Megabyte
  • - g for gigabytes
JVM-Befehlszeilenoptionen
Java Virtual Machine (JVM)-Befehlszeilenoptionen zum Ausführen von Java-basierten Programmen. Bei der Konfiguration von JVM-Optionen müssen Sie die Eigenschaften für den Java SDK-Klassenpfad, den Java SDK-Minimalspeicher und den Java SDK-Maximalspeicher festlegen.
Sie müssen die folgenden JVM-Befehlszeilenoptionen einstellen:
  • - Xms. Minimale Heap-Größe. Standardwert ist 256 m.
  • - MaxPermSize. Maximale permanente Generierungsgröße. Standardwert ist 128 m.
  • - Dfile.encoding. Dateiverschlüsselung. Standardwert ist UTF-8.

Aktivieren, Deaktivieren und Wiederherstellen des Ressourcenmanager-Diensts

Sie können den Ressourcenmanager-Dienst im Administrator Tool aktivieren, deaktivieren und wiederherstellen.
Standardmäßig ist der Ressourcenmanager-Dienst deaktiviert. Aktivieren Sie den Ressourcenmanager-Dienst, wenn Sie ein Datenintegrationsdienst-Gitter zur Ausführung von Jobs auf Remoteknoten mit der Berechnungsrolle konfigurieren. Wenn Sie den Ressourcenmanager-Dienst aktivieren, wird auf dem für die Ausführung des Diensts festgelegten Knoten ein Dienstprozess gestartet. Der Dienst ist für die Verwaltung von Rechenressourcen in der Domäne verfügbar.
Sie können den Ressourcenmanager-Dienst deaktivieren, wenn Sie Wartungsarbeiten durchführen oder vorübergehend verhindern müssen, dass Datenintegrationsdienst-Jobs remote auf Knoten mit der Berechnungsrolle ausgeführt werden. Falls Sie eine Eigenschaft geändert haben, können Sie den Ressourcenmanager-Dienst wiederherstellen. Beim Wiederherstellen des Diensts startet der Dienstmanager den Dienst neu.
Wenn Sie einen Ressourcenmanager-Dienst deaktivieren, müssen Sie den Deaktivierungsmodus auswählen. Sie können eine der folgenden Optionen auswählen:
Sie können optional angeben, ob die Aktion geplant oder ungeplant war, und Kommentare zu der Aktion eingeben. Wenn Sie diese Optionen einstellen, werden die entsprechenden Informationen in der Ansicht Domäne auf der Registerkarte Verwalten in den Bereichen Ereignisse und Befehlshistorie angezeigt.
Zum Aktivieren des Diensts wählen Sie ihn im Domänennavigator aus und klicken Sie auf Dienst aktivieren.
Um den Dienst zu deaktivieren, wählen Sie ihn im Domänennavigator aus und klicken Sie auf Dienst deaktivieren.
Zum Wiederherstellen des Diensts wählen Sie ihn im Domänennavigator aus und klicken Sie auf Dienst recyceln.
HINWEIS: Wenn der Ressourcenmanager-Dienst zur Ausführung auf primären Knoten und Backup-Knoten konfiguriert ist, können Sie einen Ressourcenmanager-Dienstprozess in der Ansicht Prozesse aktivieren bzw. deaktivieren. Durch das Deaktivieren eines Dienstprozesses wird der Dienst nicht deaktiviert. Das Deaktivieren eines in Ausführung befindlichen Dienstprozesses verursacht ein Failover des Diensts auf einen anderen Knoten.