Scheduler-Dienst
Der Scheduler-Dienst verwaltet Zeitpläne für Profile, Scorecards, bereitgestellte Mappings und bereitgestellte Arbeitsabläufe.
Mithilfe von Zeitplänen können Sie bereitgestellte Mappings und Arbeitsabläufe zu einem bestimmten Zeitpunkt ausführen. Sie können die Objekte so planen, dass Sie einmalig oder in einem Intervall ausgeführt werden. Aktivieren Sie den Scheduler-Dienst zum Erstellen, Verwalten und Ausführen von Zeitplänen.
Der Scheduler-Dienst ist einem Modellrepository-Dienst zugeordnet. Im Modellrepository werden Metadaten für die Zeitpläne gespeichert, die Benutzer konfigurieren. Der Modellrepository-Dienst und der Scheduler-Dienst müssen verfügbar sein, damit geplante Objekte ausgeführt werden können.
Der Scheduler-Dienst ist hochverfügbar. Bei hoher Verfügbarkeit können der Dienstmanager und der Scheduler-Dienst auf Netzwerkfehler und Fehler des Scheduler-Diensts reagieren. Der Scheduler-Dienst verfügt über die Hochverfügbarkeitsfunktion für Neustart und Failover. Falls ein Scheduler-Dienst nicht mehr verfügbar ist, kann der Dienstmanager den Dienst auf demselben Knoten oder auf einem Backup-Knoten neu starten.
Bevor Sie den Scheduler-Dienst aktivieren
Bevor Sie den Scheduler-Dienst aktivieren, führen Sie die vorbereitenden Aufgaben für den Dienst aus.
Führen Sie vor der Aktivierung des Scheduler-Diensts folgende Aufgaben aus:
- •Wenn die Domäne Kerberos-Authentifizierung verwendet und Sie die Dienstprinzipalebene auf der Prozessebene festlegen, erstellen Sie eine Keytab-Datei für den Dienst. Weitere Informationen zum Erstellen der Dienstprinzipalnamen und Keytab-Dateien finden Sie im Informatica-Sicherheitshandbuch.
- •Konfigurieren Sie ein Modellrepository für den Dienst.
Eigenschaften des Scheduler-Diensts
Sie können allgemeine Eigenschaften, Protokollierungsoptionen und einen Modellrepository-Dienst für den Scheduler-Dienst konfigurieren. Wählen Sie den Scheduler-Dienst im Domänennavigator aus und klicken Sie in der Ansicht Eigenschaften auf Bearbeiten, um die Eigenschaften des Diensts zu konfigurieren. Sie können die Eigenschaften ändern, während der Dienst ausgeführt wird, aber Sie müssen den Dienst neu starten, damit die Änderungen wirksam werden.
Allgemeine Eigenschaften
In der folgenden Tabelle werden die allgemeinen Eigenschaften für den Dienst beschrieben:
Eigenschaft | Beschreibung |
|---|
Name | Name des Diensts. Sie können den Namen des Scheduler-Diensts nicht ändern. |
Beschreibung | Beschreibung des Diensts. Die Beschreibung darf nicht mehr als 765 Zeichen enthalten. |
Knoten | Knoten, auf dem der Dienst ausgeführt wird. |
Backup-Knoten | Knoten, auf denen der Dienst ausgeführt werden kann, wenn der primäre Knoten nicht verfügbar ist. |
Protokollierungsoptionen
Konfigurieren Sie die Eigenschaft „Protokollierungsebene“, um die Ebene der Fehlermeldungen festzulegen, die in das Scheduler-Dienstprotokoll geschrieben werden.
In der folgenden Tabelle werden die Eigenschaften der Protokollierungsebene für den Dienst beschrieben:
Eigenschaft | Beschreibung |
|---|
Protokollierungsebene | Gibt den Standardschweregrad für die Dienstprotokolle an. Wählen Sie eine der folgenden Optionen aus: - - Schwerwiegend. Schreibt FATAL-Meldungen in das Protokoll. Zu FATAL-Meldungen gehören nicht behebbare Systemfehler, die bewirken, dass der Dienst beendet wird oder nicht mehr verfügbar ist.
- - Fehler: Schreibt FATAL- und ERROR-Codemeldungen in das Protokoll. Zu ERROR-Meldungen gehören Verbindungsfehler, Fehler beim Speichern oder Abrufen von Metadaten, Dienstfehler.
- - Warnung. Schreibt FATAL-, WARNING- und ERROR-Meldungen in das Protokoll. WARNING-Fehler beinhalten wiederherstellbare Systemfehler oder Warnungen.
- - Info. Schreibt FATAL-, INFO-, WARNING- und ERROR-Meldungen in das Protokoll. INFO-Meldungen beinhalten System- und Dienständerungsmeldungen.
- - Trace. Schreibt FATAL-, TRACE-, INFO-, WARNING- und ERROR-Meldungen in das Protokoll. In TRACE-Meldungen werden fehlerhafte Benutzeranfragen protokolliert.
- - Debug. Schreibt FATAL-, DEBUG-, TRACE-, INFO-, WARNING- und ERROR-Meldungen in das Protokoll. DEBUG-Meldungen sind Benutzeranfrageprotokolle.
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Optionen des Modellrepository-Diensts
Konfigurieren Sie ein Modellrepository, in dem Informationen über die Zeitpläne gespeichert werden. Der Modellrepository-Dienst muss verfügbar sein, damit der Scheduler-Dienst geplante Objekte ausführen kann.
Wenn das Modellrepository in ein Versionsverwaltungssystem integriert ist, synchronisieren Sie das Modellrepository, bevor Sie es dem Scheduler-Dienst zuordnen.
In der folgenden Tabelle werden die Modellrepository-Optionen für den Dienst beschrieben:
Eigenschaft | Beschreibung |
|---|
Modellrepository-Dienst | Der dem Scheduler-Dienst zugeordnete Modellrepository-Dienst. |
Benutzername | Benutzername eines Administrator-Benutzers in der Informatica-Domäne. Nicht verfügbar für eine Domäne mit Kerberos-Authentifizierung. |
Passwort | Passwort des Administrator-Benutzers in der Informatica-Domäne. Nicht verfügbar für eine Domäne mit Kerberos-Authentifizierung. |
Sicherheitsdomäne | LDAP-Sicherheitsdomäne für den Benutzer, der den Scheduler-Dienst verwaltet. Das Sicherheitsdomänenfeld wird für Benutzer mit nativer oder Kerberos-Authentifizierung nicht angezeigt. |
Speichereigenschaften
Konfigurieren Sie einen temporären Dateispeicherort, wenn Sie den Scheduler-Dienst zur Ausführung auf mehreren Knoten konfigurieren. Speichern Sie im temporären Dateispeicherort Parameterdateien für bereitgestellte Mappings und Arbeitsabläufe. Bei dem Dateispeicherort muss es sich um ein Verzeichnis handeln, auf das alle Knoten zugreifen können.
In der folgenden Tabelle wird die Eigenschaft „Speicherort für temporäre Dateien“ beschrieben:
Eigenschaft | Beschreibung |
|---|
Speicherort für temporäre Dateien | Pfad des Verzeichnisses, aus dem Parameterdateien gelesen und in das Parameterdateien geschrieben werden. |
Eigenschaften des Scheduler-Dienstprozesses
Wenn der Scheduler-Dienst zur Ausführung auf primären Knoten und Backup-Knoten konfiguriert ist, wird auf jedem Knoten ein Dienstprozess aktiviert. Es wird jeweils nur ein einzelner Prozess ausgeführt, während die anderen Prozesse im Standby-Status bleiben. Sie können die Dienstprozesseigenschaften für jeden Knoten anders konfigurieren.
Wenn Sie die Eigenschaften des Scheduler-Dienstprozesses konfigurieren möchten, wählen Sie den Dienst im Domänennavigator aus und klicken Sie auf die Ansicht Prozesse. Sie können die Eigenschaften ändern, während der Dienst ausgeführt wird, aber Sie müssen den Dienstprozess neu starten, damit die geänderten Eigenschaften wirksam werden.
Sicherheitseigenschaften
Wenn Sie den HTTP-Protokolltyp für den Scheduler-Dienst auf HTTPS oder „beide“ einstellen, aktivieren Sie das TLS-(Transport Layer Security-)Protokoll für den Dienst. Je nach HTTP-Protokolltyp des Diensts definieren Sie den HTTP-Port, den HTTPS-Port oder beide Ports für die Dienstprozesse.
In der folgenden Tabelle werden die Sicherheitseigenschaften des Scheduler-Diensts beschrieben:
Eigenschaft | Beschreibung |
|---|
HTTP-Port | Eindeutige HTTP-Portnummer für den Scheduler-Dienstprozess, wenn der Dienst das HTTP-Protokoll verwendet. Standardwert ist 6211. |
HTTPS-Port | Eindeutige HTTPS-Portnummer für den Scheduler-Dienstprozess, wenn der Dienst das HTTPS-Protokoll verwendet. Wenn Sie eine HTTPS-Portnummer einrichten, müssen Sie auch die Schlüsselspeicherdatei definieren, die die erforderlichen Schlüssel und Zertifikate enthält. |
HTTP-Konfigurationsoptionen
Konfigurieren Sie die HTTP-Optionen, wenn der Scheduler-Dienst das HTTPS-Protokoll verwendet.
In der folgenden Tabelle werden die HTTP-Konfigurationsoptionen beschrieben:
Eigenschaft | Beschreibung |
|---|
Schlüsselspeicherdatei | Pfad und Dateiname der Schlüsselspeicherdatei, die die Schlüssel und Zertifikate enthält. Erforderlich, wenn Sie HTTPS-Verbindungen für den Dienst verwenden. Sie können eine Schlüsselspeicherdatei mit einem Keytool erstellen. Keytool ist ein Dienstprogramm, das private oder öffentliche Schlüsselpaare und verknüpfte Zertifikate in einer Schlüsselspeicherdatei generiert und speichert. Sie können das selbstsignierte Zertifikat nutzen oder ein Zertifikat verwenden, das von einer Zertifizierungsstelle signiert wurde. |
Schlüsselspeicherpasswort | Passwort für die Schlüsselspeicherdatei. |
Truststore-Datei | Pfad und Dateiname der Truststore-Datei, die Authentifizierungszertifikate enthält, die vom Dienst als vertrauenswürdig eingestuft werden. |
Truststore-Passwort | Passwort für die Schlüsselspeicherdatei. |
SSL-Protokoll | Zu verwendendes Secure Sockets Layer-Protokoll. Standardwert ist TLS. |
Erweiterte Optionen
Sie können die maximale Heap-Größe und JVM-Befehlszeilenoptionen für den Scheduler-Dienst konfigurieren.
In der folgenden Tabelle werden die erweiterten Optionen beschrieben:
Eigenschaft | Beschreibung |
|---|
Maximale Heap-Größe | Die zugeteilte RAM-Größe für die Java Virtual Machine (JVM), auf der der Dienstprozess ausgeführt wird. Mit dieser Eigenschaft verbessern Sie die Leistung. Fügen Sie einen der folgenden Buchstaben an den Wert an, um die Einheiten anzugeben: - - b für Byte.
- - k für Kilobyte
- - m für Megabyte
- - g for gigabytes
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JVM-Befehlszeilenoptionen | Java Virtual Machine (JVM)-Befehlszeilenoptionen zum Ausführen von Java-basierten Programmen. Bei der Konfiguration von JVM-Optionen müssen Sie die Eigenschaften für den Java SDK-Klassenpfad, den Java SDK-Minimalspeicher und den Java SDK-Maximalspeicher festlegen. Sie müssen die folgenden JVM-Befehlszeilenoptionen einstellen: - - Xmx. Maximale Heap-Größe. Standardwert ist 640 m.
- - Xms. Minimale Heap-Größe. Standardwert ist 256 m.
- - MaxPermSize. Maximale permanente Generierungsgröße. Standardwert ist 192 m.
- - Dfile.encoding. Dateiverschlüsselung. Standardwert ist UTF-8.
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Umgebungsvariablen
Sie können Umgebungsvariablen für den Scheduler-Dienstprozess konfigurieren.
In der folgenden Tabelle werden die Umgebungsvariablen beschrieben:
Eigenschaft | Beschreibung |
|---|
Umgebungsvariable | Geben Sie einen Namen und einen Wert für die Umgebungsvariable ein. |
Aktivieren, Deaktivieren und Wiederherstellen des Scheduler-Diensts
Sie können den Scheduler-Dienst im Administrator Tool aktivieren, deaktivieren und wiederherstellen.
Standardmäßig ist der Scheduler-Dienst deaktiviert. Aktivieren Sie den Scheduler-Dienst, wenn Sie Zeitpläne verwalten oder geplante Objekte ausführen möchten. Wenn Sie den Scheduler-Dienst aktivieren, wird auf dem für die Ausführung des Diensts festgelegten Knoten ein Dienstprozess gestartet. Der Dienst ist für die Planung und Ausführung von Objekten verfügbar.
Sie können den Scheduler-Dienst zu Wartungszwecken deaktivieren oder ihn wiederherstellen, wenn Sie eine Eigenschaft ändern.
Wenn Sie einen Scheduler-Dienst wiederherstellen oder deaktivieren, müssen Sie einen Wiederherstellungs- bzw. Deaktivierungsmodus auswählen. Sie können einen der folgenden Modi wählen:
- •Abschließen. Es wird gewartet, bis alle untergeordneten Aufgaben abgeschlossen sind.
- •Stoppen. Es wird bis zu 30 Sekunden gewartet, bis alle untergeordneten Aufgaben abgeschlossen sind.
- •Abbrechen. Alle Prozesse werden sofort gestoppt.
Sie können optional angeben, ob die Aktion geplant oder ungeplant ist, und Kommentare zu der Aktion eingeben. Wenn Sie diese Optionen einstellen, werden die entsprechenden Informationen in der Ansicht Domäne auf der Registerkarte Verwalten in den Bereichen Ereignisse und Befehlshistorie des Diensts angezeigt.
Zum Aktivieren des Diensts wählen Sie ihn im Domänennavigator aus und klicken Sie auf Dienst aktivieren.
Um den Dienst zu deaktivieren, wählen Sie ihn im Domänennavigator aus und klicken Sie auf Dienst deaktivieren.
Zum Wiederherstellen des Diensts wählen Sie ihn im Domänennavigator aus und klicken Sie auf Dienst recyceln. Beim Wiederherstellen des Diensts startet der Dienstmanager den Dienst neu. Sie müssen den Scheduler-Dienst wiederherstellen, sobald Sie eine Eigenschaft für den Dienst ändern.