Systemressourcen
Um die Systemressourcen für die Lese-, Umwandlungs- und Schreibprozesse zuzuteilen, sollten Sie wissen, wie der PowerCenter Integration Service die Systemressourcen zuteilt und verwendet. Der PowerCenter Integration Service verwendet folgende Systemressourcen:
- •CPU-Nutzung
- •DTM-Pufferspeicher
- •Cache-Arbeitsspeicher
CPU-Nutzung
Der PowerCenter Integration Service Prozess führt die Lese-, Umwandlungs- und Schreibverarbeitung für eine Pipeline parallel durch. Er kann mehrere Partitionen einer Pipeline verarbeiten. Außerdem kann er mehrere Sitzungen parallel verarbeiten.
Wenn Sie mit einer symmetrischen Multiprocessing- (SMP) Plattform arbeiten, können Sie mit mehreren CPUs gleichzeitig Sitzungsdaten oder Datenpartitionen verarbeiten. Da wirkliches paralleles Verarbeiten erreicht wird, steigert dies die Leistung. Auf einer einzelnen Prozessorplattform teilen diese Tasks sich die CPU, d.h. es findet keine parallele Bearbeitung statt
Der PowerCenter Integration Service Prozess kann mehrere CPUs für die Verarbeitung einer Sitzung mit mehreren Partitionen in Anspruch nehmen. Die Anzahl der verwendeten CPUs ist von Faktoren wie der Anzahl der Partitionen, der Anzahl der Threads, der Anzahl verfügbarer CPUs und der für die Mapping-Verarbeitung erforderlichen Ressourcen abhängig.
DTM-Pufferspeicher
Der PowerCenter Integration Service startet den DTM-Prozess. Der DTM ordnet den Sitzungen Pufferspeicher basierend auf der Einstellung der DTM-Puffergröße in den Sitzungseigenschaften zu. Per Standard berechnet der PowerCenter Integration Service die Größe des Pufferspeichers und die Pufferblockgröße.
Der DTM unterteilt den Speicher entsprechend der Einstellung für die Pufferblockgröße in den Sitzungseigenschaften in Pufferblöcke. Die Lese-, Umwandlungs- und Schreib-Threads nutzen die Pufferblöcke zum Verschieben von Daten von Quellen zu Targets.
Vielleicht möchten Sie den Pufferspeicher und die Pufferblockgröße aber auch manuell konfigurieren. Im Unicode-Modus arbeitet der PowerCenter Integration Service mit doppelten Bytes zum Verschieben der Zeichen, sodass die Vergrößerung des Pufferspeichers möglicherweise die Sitzungsleistung steigern könnte.
Wenn der DTM die konfigurierte Speicherkapazität für die Sitzung nicht zuordnen kann, ist es nicht möglich, die Sitzung zu konfigurieren. Informatica empfiehlt, höchstens 1 GB für den DTM-Pufferspeicher zuzuordnen.
Cache-Arbeitsspeicher
Der DTM-Prozess erstellt speicherinterne Index- und Daten-Caches als temporäre Speicher für die Daten folgender Umwandlungen:
- •Aggregator-Umwandlung (ohne sortierte Eingabe)
- •Rangumwandlung
- •Joiner-Umwandlung
- •Lookup-Umwandlung (mit aktiviertem Caching)
Die Speichergröße für den Index- und Datencache können Sie in den Umwandlungseigenschaften konfigurieren. Per Standard bestimmt der PowerCenter Integration Service, wie viel Speicherplatz Cache-Speichern zugeordnet wird. Sie können die Größe des Cache- und des Indexspeichers jedoch auch manuell konfigurieren.
Der DTM erstellt die Cache-Dateien per Standard in dem für die Dienstprozessvariable $PMCacheDir konfigurierten Verzeichnis. Benötigt der DTM mehr Platz als er zuweist, nutzt er lokale Index- und Datendateien.
Der DTM-Prozess legt außerdem einen speicherinternen Cache für Sortierumwandlungen und XML-Targets an. Die Speichergröße für den Cache wird in den Umwandlungseigenschaften konfiguriert. Der PowerCenter Integration Service bestimmt die Größe des Cache für Sortierumwandlung und XML-Target standardmäßig bei Laufzeit. Der PowerCenter Integration Service ordnet dem Cache für Sortierumwandlungen eine Mindestspeichergröße von 16.777.216 Byte und dem Cache für das XML-Target eine Mindestspeichergröße von 10.485.760 Byte zu. Der DTM erstellt die Cache-Dateien in dem für die Dienstprozessvariable $PMTempDir konfigurierten Verzeichnis. Benötigt der DTM mehr Cache-Speicherplatz als er zuordnet, nutzt er lokale Cache-Dateien.
Beim Verarbeiten großer Datenmengen kann der DTM mehrere Index- und Datendateien erstellen. Die Sitzung schlägt nicht fehl, wenn zu wenig Cache-Speicher vorhanden ist, sondern benutzt in diesem Fall die Cache-Dateien. Ist jedoch im lokalen Verzeichnis für Cache-Dateien zu wenig Platz, schlägt sie fehl.
Nach Abschluss der Sitzung gibt der DTM vom Index- und Datencache verwendeten Speicher frei und löscht alle Index- und Datendateien. Ist die Sitzung jedoch auf die Ausführung inkrementeller Aggregation konfiguriert, oder ist eine Lookup-Umwandlung für einen persistenten Lookup-Cache konfiguriert, speichert der DTM alle Index- und Datencache-Informationen für den nächsten Sitzungsdurchgang auf Diskette.