Verzeichnisse für Datenintegrationsdienst-Dateien
Der Datenintegrationsdienst greift beim Lesen von Quell- und Steuerungsdateien sowie beim Schreiben von Ausgabe- und Protokolldateien auf Dateiverzeichnisse zu.
Wenn der Datenintegrationsdienst auf mehreren Knoten ausgeführt wird, müssen Sie möglicherweise einige der Verzeichniseigenschaften so konfigurieren, dass ein einziges gemeinsam genutztes Verzeichnis verwendet wird, um sicherzustellen, dass die auf jedem Knoten ausgeführten Prozesse auf alle Dateien zugreifen können.
Wenn der Datenintegrationsdienst Betriebssystemprofile verwendet, muss der im Profil angegebene Betriebssystembenutzer Zugriff auf die Verzeichnisse haben, auf die der Datenintegrationsdienst zur Laufzeit zugreift.
Quell- und Ausgabedateiverzeichnisse
Konfigurieren Sie die Verzeichnisse für Quell- und Ausgabedateien in den Ausführungsoptionen in der Ansicht Eigenschaften für den Datenintegrationsdienst.
Der Datenintegrationsdienst greift auf Quelldateien zu, wenn er ein Mapping oder Webdienstvorgangs-Mapping ausführt, das aus einer Einfachdateiquelle liest. Der Dienst generiert Ausgabedateien, wenn er Mappings, in einem Arbeitsablauf enthaltene Mappings, Profile, SQL-Abfragen an einen SQL-Datendienst oder Vorgangsanfragen für Webdienste ausführt. Basierend auf den Cache-Einstellungen und den Zieltypen für die Umwandlung kann der Datenintegrationsdienst Cache-, Ablehnungs- und Zieldateien sowie temporäre Dateien generieren.
Bei der Konfiguration von Verzeichnissen für die Quell- und Ausgabedateien konfigurieren Sie die Pfade für das Basisverzeichnis und dessen Unterverzeichnisse. Der Standardwert der Eigenschaft Basisverzeichnis ist <Informatica-Installationsverzeichnis>/tomcat/bin. Wenn Sie den Standardwert ändern, stellen Sie sicher, dass das Verzeichnis vorhanden ist.
Die folgenden Verzeichnisse enthalten standardmäßig Werte, die sich auf das Basisverzeichnis beziehen:
- •Temporäre Verzeichnisse
- •Cache-Verzeichnis
- •Quellverzeichnis
- •Zielverzeichnis
- •Verzeichnis für abgelehnte Dateien
Sie können ein anderes Verzeichnis definieren, das sich auf das Basisverzeichnis bezieht. Alternativ können Sie ein absolutes Verzeichnis außerhalb des Basisverzeichnisses definieren.
Falls Sie ein anderes absolutes Verzeichnis definieren, verwenden Sie die richtige Syntax für das Betriebssystem:
- •Unter Windows beginnt ein absoluter Pfad mit einem Laufwerksbuchstaben, einem Doppelpunkt und einem umgekehrten Schrägstrich. Beispiel:
C:\<Informatica installation directory>\tomcat\bin\MyHomeDir
- •Unter UNIX beginnt ein absoluter Pfad mit einem Schrägstrich. Beispiel:
/<Informatica installation directory>/tomcat/bin/MyHomeDir
Datenobjekte und -umwandlungen im Developer Tool verwenden Systemparameter, um auf die Werte der betreffenden Datenintegrationsdienst-Verzeichnisse zuzugreifen. Standardmäßig werden die Systemparameter Feldern im Einfachdateiverzeichnis, Cache-Dateiverzeichnis und temporären Dateiverzeichnis zugewiesen.
Wenn ein Entwickler beispielsweise im Developer Tool eine Aggregatorumwandlung erstellt, ist der Systemparameter „CacheDir“ der Standardwert, der dem Cache-Verzeichnisfeld zugewiesen wird. Der Wert des Systemparameters „CacheDir“ wird in der Eigenschaft Cache-Verzeichnis für den Datenintegrationsdienst definiert. Entwickler können den Standardsystemparameter entfernen und einen anderen Wert für das Cache-Verzeichnis eingeben. Allerdings können Jobs nicht ausgeführt werden, wenn der Datenintegrationsdienst nicht auf das Verzeichnis zugreifen kann.
Konfigurieren von Quell- und Ausgabedateiverzeichnissen für mehrere Knoten
Wird der Datenintegrationsdienst auf primären Knoten und Backup-Knoten bzw. in einem Gitter ausgeführt, so können DTM-Instanzen Jobs auf jedem Knoten mit der Berechnungsrolle ausführen. Jede DTM-Instanz muss auf die Quell- und Ausgabedateiverzeichnisse zugreifen können. Zum Ausführen von Mappings, durch die Metadatenänderungen in Einfachdateiquellen verwaltet werden, muss jeder Datenintegrationsdienst-Prozess auf die Quelldateiverzeichnisse zugreifen können.
Beachten Sie beim Konfigurieren der Quell- und Ausgabedateiverzeichnisse für einen Datenintegrationsdienst, der auf mehreren Knoten ausgeführt wird, die folgenden Richtlinien:
- •Sie können die Eigenschaft Quellverzeichnis zur Verwendung eines gemeinsam genutzten Verzeichnisses konfigurieren, um ein Verzeichnis für Quelldateien zu erstellen.
Wenn Sie Mappings ausführen, durch die Metadatenänderungen in Einfachdateiquellen verwaltet werden, und das Datenintegrationsdienst-Gitter zur Ausführung von Jobs in separaten Remoteprozessen konfiguriert ist, müssen Sie die Eigenschaft Quellverzeichnis für die Verwendung eines gemeinsam genutzten Verzeichnisses konfigurieren.
Falls Sie andere Mapping-Typen bzw. Mappings ausführen, durch die Metadatenänderungen in Einfachdateiquellen für eine andere Konfiguration eines Datenintegrationsdienst-Gitters verwaltet werden, können Sie für jeden Knoten mit der Berechnungsrolle unterschiedliche Quellverzeichnisse konfigurieren. Replizieren Sie alle Quelldateien in allen Quellverzeichnissen.
- •Wenn Sie Mappings ausführen, die einen persistenten Lookup-Cache nutzen, müssen Sie die Eigenschaft Cache-Verzeichnis für die Verwendung eines gemeinsam genutzten Verzeichnisses konfigurieren. Nutzen keine Mappings einen persistenten Lookup-Cache, so können Sie das Cache-Verzeichnis so konfigurieren, dass für jeden Knoten mit der Berechnungsrolle ein anderes Verzeichnis vorhanden ist.
- •Sie können die Eigenschaften Zielverzeichnis, Temporäre Verzeichnisse und Dateiverzeichnis ablehnen so konfigurieren, dass für jeden Knoten mit der Berechnungsrolle unterschiedliche Verzeichnisse vorhanden sind.
In der Ansicht Eigenschaften können Sie in den Ausführungsoptionen ein gemeinsam genutztes Verzeichnis konfigurieren. Sie können ein gemeinsam genutztes Verzeichnis für das Basisverzeichnis konfigurieren, sodass alle Quell- und Ausgabedateiverzeichnisse dasselbe gemeinsam genutzte Basisverzeichnis nutzen. Alternativ können Sie ein gemeinsam genutztes Verzeichnis für ein bestimmtes Quell- oder Ausgabedateiverzeichnis konfigurieren. Entfernen Sie in der Ansicht Berechnen alle überschriebenen Werte für dieselbe Ausführungsoption.
In der Ansicht Berechnen können Sie in den Ausführungsoptionen für jeden Knoten mit der Berechnungsrolle unterschiedliche Verzeichnisse konfigurieren.
Steuerungsdateiverzeichnisse
Beim Ausführen von Mappings, die basierend auf Steuerungsdateien Spalten für Einfachdateiquellen generieren, greift der Datenintegrationsdienst auf Steuerungsdateien zu. Wenn der Datenintegrationsdienst das Mapping ausführt, ruft er Metadaten aus der Steuerungsdatei der Einfachdateiquelle ab.
Konfigurieren Sie mithilfe des Developer Tools für jedes Einfachdatei-Datenobjekt, das zum Generieren von Laufzeit-Spaltennamen aus einer Steuerungsdatei konfiguriert ist, das Verzeichnis der Steuerungsdatei. Mit dem Administrator Tool können Sie ein vom Datenintegrationsdienst verwendetes einzelnes Steuerungsdateiverzeichnis nicht konfigurieren.
Konfigurieren von Steuerungsdateiverzeichnissen für mehrere Knoten
Wird der Datenintegrationsdienst auf primären Knoten und Backup-Knoten bzw. in einem Gitter ausgeführt, so können Datenintegrationsdienst-Prozesse auf jedem Knoten mit der Dienstrolle ausgeführt werden. Jeder Datenintegrationsdienst-Prozess muss auf Steuerungsdateiverzeichnisse zugreifen können.
Konfigurieren Sie mithilfe des Developer Tools für jedes Einfachdatei-Datenobjekt, das zum Generieren von Laufzeit-Spaltennamen aus einer Steuerungsdatei konfiguriert ist, die Eigenschaft Verzeichnis der Steuerungsdatei. Konfigurieren Sie die Eigenschaft Verzeichnis der Steuerungsdatei in den Eigenschaften Erweitert für das Einfachdatei-Datenobjekt. Suchen Sie die Eigenschaft im Abschnitt Laufzeit: Lesen.
Wenn der Datenintegrationsdienst auf mehreren Knoten ausgeführt wird, stellen Sie mithilfe einer der folgenden Methoden sicher, dass jeder Datenintegrationsdienst-Prozess auf die Verzeichnisse zugreifen kann:
- •Konfigurieren Sie die Eigenschaft Verzeichnis der Steuerungsdatei so, dass jedes Einfachdatei-Datenobjekt zum Erstellen eines Verzeichnisses für Steuerungsdateien ein gemeinsam genutztes Verzeichnis verwendet.
- •Konfigurieren Sie die Eigenschaft Verzeichnis der Steuerungsdatei so, dass jedes Einfachdatei-Datenobjekt einen identischen Verzeichnispfad verwendet, der für jeden Knoten mit der Dienstrolle lokal vorhanden ist. Replizieren Sie alle Steuerungsdateien auf jedem Knoten mit der Dienstrolle im identischen Verzeichnis.
Protokollverzeichnis
Konfigurieren Sie das Verzeichnis für Protokolldateien in der Ansicht Prozesse für den Datenintegrationsdienst. Zu den Protokolldateien des Datenintegrationsdiensts zählen Dateien, die Dienstprotokollereignisse enthalten, sowie Dateien, die Jobprotokollereignisse enthalten.
Das Protokollverzeichnis für jeden Datenintegrationsdienst-Prozess befindet sich standardmäßig im Informatica-Installationsverzeichnis auf dem jeweiligen Knoten.
Konfigurieren von Protokollverzeichnissen für mehrere Knoten
Wird der Datenintegrationsdienst auf primären Knoten und Backup-Knoten bzw. in einem Gitter ausgeführt, so kann ein Datenintegrationsdienst-Prozess auf jedem Knoten mit der Dienstrolle ausgeführt werden. Konfigurieren Sie alle Dienstprozesse so, dass sie dasselbe gemeinsam genutzte Verzeichnis für Protokolldateien verwenden.
Durch die Konfiguration eines gemeinsam genutzten Protokollverzeichnisses stellen Sie sicher, dass bei einem Failover des Master-Dienstprozesses auf einen anderen Knoten der neue Master-Dienstprozess auf frühere Protokolldateien zugreifen kann.
Konfigurieren Sie jeden Dienstprozess mit identischen absoluten Pfaden zu den gemeinsam genutzten Verzeichnissen. Wenn Sie ein zugeordnetes oder gemountetes Laufwerk verwenden, muss der absolute Pfad zum gemeinsam genutzten Speicherort ebenfalls identisch sein.
Ein neu gewählter Master-Dienstprozess kann beispielsweise nicht auf frühere Protokolldateien zugreifen, wenn Knoten folgende Laufwerke für das Protokollverzeichnis nutzen:
- •Gemapptes Laufwerk auf „node1“: F:\shared\<Informatica-Installationsverzeichnis>\logs\<node_name>\services\DataIntegrationService\disLogs
- •Gemapptes Laufwerk auf „node2“: G:\shared\<Informatica-Installationsverzeichnis>\logs\<node_name>\services\DataIntegrationService\disLogs
Ebenso kann ein neu gewählter Master-Dienstprozess nicht auf frühere Protokolldateien zugreifen, wenn Knoten folgende Laufwerke für das Protokollverzeichnis nutzen:
- •Gemountetes Laufwerk auf „node1“: /mnt/shared/<Informatica-Installationsverzeichnis>/logs/<node_name>/services/DataIntegrationService/disLogs
- •Gemountetes Laufwerk auf „node2“: /mnt/shared_filesystem/<Informatica-Installationsverzeichnis>/logs/<node_name>/services/DataIntegrationService/disLogs
Ausgabe- und Protokolldateiberechtigungen
Wenn ein Datenintegrationsdienst-Prozess Ausgabe- oder Protokolldateien generiert, legt er die Dateiberechtigungen basierend auf dem Betriebssystem fest.
Wenn ein Datenintegrationsdienst-Prozess unter UNIX eine Ausgabe- oder Protokolldatei generiert, legt er die Dateiberechtigungen entsprechend der umask der Shell fest, die den Datenintegrationsdienst-Prozess startet. Ist die umask der Shell, die den Datenintegrationsdienst-Prozess startet, beispielsweise 022, erstellt der Datenintegrationsdienst-Prozess Dateien mit den Berechtigungen rw-r--r--. Zum Ändern der Berechtigungen müssen Sie die umask der Shell ändern, die den Datenintegrationsdienst-Prozess startet, und den Prozess dann neu starten.
Ein Datenintegrationsdienst-Prozess unter Windows generiert Ausgabe- oder Protokolldateien mit Lese- und Schreibberechtigungen.