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Web Services

Die Ansicht Anwendungen stellt die Web-Dienste einschließlich der Anwendungen dar, die für den Data Integration Service bereit gestellt wurden. Sie können die Operationen in einem Web-Dienst anzeigen und die Eigenschaften konfigurieren, die der Data Integration Service zum Ausführen eines Web-Dienstes verwendet. Sie können einen Web-Dienst aktivieren und umbenennen.

Webdienst-Eigenschaften

Zu den Eigenschaften eines REST- und SOAP-Webdiensts gehören schreibgeschützte allgemeine Eigenschaften und Eigenschaften, die der Datenintegrationsdienst bei Ausführung eines Webdiensts verwendet.
Wenn Sie im oberen Bereich der Ansicht „Anwendungen“ einen Webdienst oder einen REST-Webdienst erweitern, erhalten Sie Zugriff auf Webdienstvorgänge und -ressourcen im Webdienst.
In der Ansicht „Anwendungen“ werden schreibgeschützte allgemeine Eigenschaften für die Webdienste, Webdienstvorgänge oder Webdienstressourcen angezeigt. Welche Eigenschaften in dieser Ansicht erscheinen, hängt davon ob, um welchen Objekttyp es sich handelt.
In der folgenden Tabelle werden die schreibgeschützten allgemeinen Eigenschaften für jeden Webdiensttyp sowie die Webdienstvorgänge und -ressourcen beschrieben:
Eigenschaft
Beschreibung
Name
Name des ausgewählten Objekts. Wird für alle Objekte angezeigt.
Beschreibung
Kurzbeschreibung des ausgewählten Objekts. Wird für alle Objekte angezeigt.
Typ
Typ des ausgewählten Objekts. Wird für alle Objekttypen angezeigt.
Speicherort
Speicherort des ausgewählten Objekts. Enthält den Namen der Domäne und des Datenintegrationsdiensts. Wird für alle Objekte angezeigt.
URL
Die zum Herstellen einer Verbindung zum Webdienst verwendete URL. Wird für Webdienste angezeigt.
In der folgenden Tabelle werden die konfigurierbaren Webdiensteigenschaften für Webdienste beschrieben:
Eigenschaft
Beschreibung
Starttyp
Legt fest, ob der Webdienst ausgeführt wird, wenn die Anwendung startet oder wenn Sie den Webdienst starten.
Tracingebene
Ebene der in das Laufzeitprotokoll des Webdiensts geschriebenen Fehlermeldungen. Sie können eine der folgenden Meldungsebenen auswählen:
  • - OFF Die DTM-Verarbeitung schreibt keine Meldungen in die Laufzeitprotokolle des Webdienstes.
  • - SEVERE Die Meldung SEVERE enthält Fehler, die die Ausführung des Webdienstes anhalten können.
  • - WARNING Die Meldung WARNING enthält wiederherstellbare Fehler oder Warnungen. Die DTM-Verarbeitung schreibt die Meldungen WARNING und SEVERE in das Laufzeitprotokoll des Webdienstes.
  • - INFO Die Meldung INFO enthält Statusmitteilungen zum Webdienst. Die DTM-Verarbeitung schreibt die Meldungen INFO, WARNING und SEVERE in das Laufzeitprotokoll des Webdienstes.
  • - FINE Die Meldung FINE enthält Datenverarbeitungsfehler für die Webdienst-Anfrage. Die DTM-Verarbeitung schreibt die Meldungen FINE, INFO, WARNING und SEVERE in das Laufzeitprotokoll des Webdienstes.
  • - FINEST Die Meldung FINEST wird für das Debuggen benötigt. Die DTM-Verarbeitung schreibt die Meldungen FINEST, FINE, INFO, WARNING und SEVERE in das Laufzeitprotokoll des Webdienstes.
  • - ALL. Die DTM-Verarbeitung schreibt die Meldungen FINEST, FINE, INFO, WARNING und SEVERE in das Laufzeitprotokoll des Webdienstes.
Standardwert ist INFO.
Anfrage-Timeout
Maximale Anzahl an Millisekunden, in denen der Datenintegrationsdienst eine Vorgangszuordnung ausführt, bevor die Webdienstanfrage abläuft. Standardwert ist 3.600.000.
Maximale Anzahl an gleichzeitigen Anfragen
Maximale Anzahl an Anfragen, die der Webdienst auf einmal verarbeiten kann. Standardwert ist 10.
Sortierreihenfolge
Sortierreihenfolge, die der Datenintegrationsdienst im Unicode-Modus zum Sortieren und Vergleichen von Daten verwendet.
TLS (Transport Layer Security) aktivieren
Gibt an, dass der Webdienst HTTPS verwenden muss. Wenn der Datenintegrationsdienst nicht zur Verwendung von HTTPS konfiguriert ist, wird der Webdienst nicht gestartet.
Die folgende Tabelle enthält Eigenschaften, die für REST-Webdienste spezifisch sind:
Eigenschaft
Beschreibung
Ist Authentifizierung erforderlich
Aktiviert Basisauthentifizierung für den REST-Webdienst. Für Basisauthentifizierung wird ein Benutzername und ein Passwort aus Webdienstanfragen benötigt. Standardwert ist „Deaktiviert“.
Gesamtstellenanzahl von Eingaben
Maximale Zeichenanzahl, die vom Datenintegrationsdienst in der Anfragenachricht analysiert wird. Der Webdienst schlägt fehl, wenn die Anfragenachricht die Gesamtstellenanzahl von Eingaben überschreitet. Standardwert ist 10.000.
Gesamtstellenanzahl von Ausgaben
Maximale Zeichenanzahl, die vom Datenintegrationsdienst für die Antwortnachricht erzeugt wird. Der Datenintegrationsdienst kürzt die Antwortnachricht, wenn diese die Gesamtstellenanzahl von Ausgaben überschreitet. Standardwert ist 3.000.
Die folgende Tabelle enthält Eigenschaften, die für SOAP-Webdienste spezifisch sind:
Eigenschaft
Beschreibung
WS-Security aktivieren
Aktiviert den Datenintegrationsdienst, um die Benutzeranmeldedaten zu validieren und sicherzustellen, dass der Benutzer zur Ausführung des jeweiligen Webdienstvorgangs berechtigt ist. Nur SOAP-Webdienste.
Optimierungsebene
Die Optimierungsebene, die der Data Integration Service für das Objekt anwendet. Geben Sie den numerischen Wert ein, der mit der Optimierungsebene verbunden ist, die Sie konfigurieren möchten. Sie können Sie einen der folgenden numerischen Werte eingeben:
  • - 0. Der Datenintegrationsdienst wendet keine Optimierung an.
  • - 1. Der Datenintegrationsdienst wendet die frühe Projektionsoptimierungsmethode an.
  • - 2. Der Datenintegrationsdienst wendet die Optimierungsmethoden „Frühe Projektion“, „Frühe Auswahl“, „Push-Into“ und „Prädikat“ an.
  • - 3. Der Datenintegrationsdienst wendet die Optimierungsmethoden „Kostenbasiert“, „Frühe Projektion“, „Frühe Auswahl“, „Push-Into“, „Prädikat“ und „Semi-Join“ an.
DTM-Keep-Alive-Zeit
Anzahl der Millisekunden, für die die DTM-Instanz geöffnet bleibt, nachdem sie die letzte Anfrage abgeschlossen hat. Webdienstanfragen für denselben Vorgang können die offene Instanz wiederverwenden. Verwenden Sie die Keep Alive-Zeit, um die Leistung zu erhöhen, wenn die für die Verarbeitung der Anfrage erforderliche Zeit im Vergleich zur Dauer der Initialisierung der DTM-Instanz gering ist. Wenn die Anfrage fehlschlägt, wird die DTM-Instanz beendet.
Muss eine Ganzzahl sein. Eine negative Ganzzahl bedeutet, dass die DTM-Keep Alive-Zeit für den Datenintegrationsdienst verwendet wird. 0 bedeutet, dass der Datenintegrationsdienst die DTM-Instanz nicht im Speicher beibehält. Standardwert ist -1.
Gesamtstellenanzahl von SOAP-Ausgaben
Maximale Zeichenanzahl, die vom Datenintegrationsdienst für die Antwortnachricht erzeugt wird. Der Datenintegrationsdienst kürzt die Antwortnachricht, wenn diese die Gesamtstellenanzahl von SOAP-Ausgaben überschreitet. Standardwert ist 200.000.
Gesamtstellenanzahl von SOAP-Eingaben
Maximale Zeichenanzahl, die vom Datenintegrationsdienst in der Anfragenachricht analysiert wird. Der Webdienst schlägt fehl, wenn die Anfragenachricht die Gesamtstellenanzahl von SOAP-Eingaben überschreitet. Standardwert ist 200.000.

Eigenschaften von Webdienstvorgängen und Webdienstressourcen

Konfigurieren Sie die Einstellungen, die vom Datenintegrationsdienst beim Ausführen eines Webdienstvorgangs oder einer Webdienstressource verwendet werden.
In der folgenden Tabelle wird die konfigurierbare Eigenschaft für einen SOAP-Webdienstvorgang oder eine REST-Webdienstressource beschrieben:
Eigenschaft
Beschreibung
Ablaufzeitraum für den Ergebnissatz-Cache
Die Anzahl an Millisekunden, die dem Ergebnissatz-Cache zur Verfügung stehen. Wenn der Wert auf -1 festgelegt ist, läuft der Cache nie ab. Wenn der Wert auf 0 festgelegt ist, ist Ergebnissatz-Caching deaktiviert. Änderungen des Ablaufzeitraums gelten nicht für vorhandene Caches. Wenn alle Caches denselben Ablaufzeitraum verwenden sollen, bereinigen Sie den Ergebnissatz-Cache nach Änderung des Ablaufzeitraums. Standardwert ist 0.

Aktivieren eines Web-Dienstes

Sie müssen einen Web-Dienst aktivieren, ehe Sie ihn starten können. Bevor ein Web-Dienst gestartet werden kann, muss der Data Integration Service ausgeführt und der Web-Dienst aktiviert sein.
    1Wählen Sie im Navigator einen Data Integration Service aus.
    2In der Ansicht Anwendung wählen Sie den Web-Dienst aus, den Sie aktivieren möchten.
    3Im Abschnitt Web-Dienst-Eigenschaften der Ansicht Eigenschaften klicken Sie auf Bearbeiten.
    Das Dialogfeld Eigenschaften bearbeiten erscheint.
    4Im Feld Starttyp wählen Sie Aktiviert und klicken auf OK.

Umbenennen eines Web-Dienstes

Benennen Sie einen Web-Dienst um, wenn Sie den Dienstnamen des Web-Dienstes ändern möchten. Sie können einen Web-Dienst nur umbenennen, wenn dieser angehalten wurde.
    1Wählen Sie im Navigator einen Data Integration Service aus.
    2In der Ansicht Anwendung wählen Sie den Web-Dienst aus, den Sie aktivieren möchten.
    3Klicken Sie auf Aktionen > Web-Dienst umbenennen.
    Das Dialogfeld Web-Dienst umbenennen erscheint.
    4Geben Sie den Namen des Web-Dienstes ein und klicken Sie auf OK.