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Gitter für Jobs, die im Dienstprozess ausgeführt werden

Sie können den Datenintegrationsdienst zur Ausführung von Jobs im Dienstprozess konfigurieren. Konfigurieren Sie diese Option, wenn der Dienst SQL-Datendienst- und Webdienstjobs auf einem einzelnen Knoten oder im Gitter ausführt. Alle Knoten im Gitter müssen sowohl über die Dienst- als auch über die Berechnungsrolle verfügen.
Wenn Sie einen in einem Gitter ausgeführten Datenintegrationsdienst aktivieren, wird auf jedem Knoten mit der Dienstrolle im Gitter ein Dienstprozess gestartet. Der Datenintegrationsdienst legt einen Dienstprozess als Master-Dienstprozess und die übrigen Dienstprozesse als Worker-Dienstprozesse fest. Wenn ein Worker-Dienstprozess startet, registriert er sich selbst beim Master-Dienstprozess, sodass der Master den Worker zur Kenntnis nimmt.
Der Master-Dienstprozess verwaltet die Anwendungsbereitstellungen und Protokollierung. Die Worker-Dienstprozesse führen SQL-Datendienst-, Webdienst- und Vorschaujobs aus. Der Master-Dienstprozess fungiert auch als Worker-Dienstprozess und schließt Jobs ab.
Der Datenintegrationsdienst verteilt die Arbeitslast basierend auf den folgenden Jobtypen auf die Knoten im Gitter:
SQL-Datendienste
Wenn Sie über ein Client-Tool eines Drittanbieters eine Verbindung zu einem SQL-Datendienst herstellen, um Abfragen für den Dienst auszuführen, sendet der Datenintegrationsdienst die Verbindung direkt an einen Worker-Dienstprozess. Der Datenintegrationsdienst umgeht den Master-Dienstprozess, um einen schnelleren Durchsatz sicherzustellen. Wenn Sie mehrere Verbindungen zu SQL-Datendiensten herstellen, verwendet der Datenintegrationsdienst Round-Robin, um jede Verbindung an einen Worker-Dienstprozess zu senden. Führen Sie über dieselbe Verbindung mehrere Abfragen für den SQL-Datendienst aus, so werden die einzelnen Abfragen im selben Worker-Dienstprozess ausgeführt.
Webdienste
Wenn Sie eine Webdienstanfrage übermitteln, verwendet der Datenintegrationsdienst einen externen HTTP-Load Balancer, um die Anfrage an einen Worker-Dienstprozess zu verteilen. Wenn Sie mehrere Anfragen an Webdienste übermitteln, verwendet der Datenintegrationsdienst Round-Robin, um jede Abfrage an einen Worker-Dienstprozess zu senden.
Sie müssen den externen HTTP-Load Balancer konfigurieren, damit Sie Webdienstanfragen in einem Gitter ausführen können. Geben Sie die logische URL für den Load Balancer in den Webdienst-Eigenschaften des Datenintegrationsdiensts an. Geben Sie beim Konfigurieren des externen Load Balancers die URLs für alle Knoten im Gitter ein, die sowohl über die Dienst- als auch über die Berechnungsrolle verfügen. Wenn Sie keinen externen HTTP-Load Balancer konfigurieren, werden Webdienstanfragen nicht auf die Knoten im Gitter verteilt. Jede Webdienstanfrage wird auf dem Knoten ausgeführt, der die Anfrage vom Webdienst-Client erhält.
Vorschauen
Wenn Sie die Vorschau der Ausgabe einer gespeicherten Prozedur oder von virtuellen Tabellendaten anzeigen, verwendet der Datenintegrationsdienst Round-Robin, um die erste Vorschauabfrage direkt an einen Worker-Dienstprozess zu senden. Der Datenintegrationsdienst umgeht den Master-Dienstprozess, um einen schnelleren Durchsatz sicherzustellen. Wenn Sie die Vorschau von zusätzlichen Objekten der gleichen Anmeldung anzeigen, sendet der Datenintegrationsdienst die Vorschauabfragen an den gleichen Worker-Dienstprozess.

Beispielgitter, das Jobs im Dienstprozess ausführt

In diesem Beispiel enthält das Gitter drei Knoten. Alle Knoten verfügen sowohl über die Dienst- als auch über die Berechnungsrolle. Der Datenintegrationsdienst ist so konfiguriert, dass Jobs im Dienstprozess ausgeführt werden.
Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel für ein Datenintegrationsdienst-Gitter, das zur Ausführung von SQL-Datendienst-, Webdienst- und Vorschaujobs im Datenintegrationsdienst-Prozess konfiguriert ist:
Das Datenintegrationsdienst-Gitter enthält drei Knoten. Jeder Knoten verfügt sowohl über die Dienst- als auch über die Berechnungsrolle. Der Master-Dienstprozess wird auf dem ersten Knoten, „Node1“, ausgeführt. Die Worker-Dienstprozesse werden auf „Node2“ und „Node3“ ausgeführt. SQL-Datendienst-, Webdienst- und Vorschaujobs können im Datenintegrationsdienst-Prozess auf jedem Knoten ausgeführt werden.
Der Datenintegrationsdienst verwaltet Anfragen und führt Jobs auf den folgenden Knoten im Gitter aus:

Regeln und Richtlinien für Gitter, die Jobs im Dienstprozess ausführen

Beachten Sie die folgenden Regeln und Richtlinien, wenn Sie ein Datenintegrationsdienst-Gitter so konfigurieren, dass SQL-Datendienst-, Webdienst- und Vorschaujobs im Datenintegrationsdienst-Prozess ausgeführt werden:

Konfigurieren eines Gitters, in dem Jobs im Dienstprozess ausgeführt werden

Konfigurieren Sie zur Leistungssteigerung den Datenintegrationsdienst für die Ausführung von Jobs im Dienstprozess. Mit dieser Konfiguration wird die Leistung zwar gesteigert, die Stabilität jedoch beeinträchtigt. Diese Konfiguration wird für die Ausführung von SQL-Abfragen und Webdienstanfragen empfohlen.
Führen Sie die folgenden Aufgaben aus, um ein Datenintegrationsgitter für die Ausführung im Dienstprozess zu konfigurieren:
  1. 1Erstellen Sie ein Gitter für die gewünschten Jobs.
  2. 2Weisen Sie den Datenintegrationsdienst dem Gitter zu.
  3. 3Konfigurieren Sie den Datenintegrationsdienst zur Ausführung von Jobs im Dienstprozess.
  4. 4Konfigurieren Sie den Lastausgleich für Webdienste.
  5. 5Konfigurieren Sie ein gemeinsam genutztes Protokollverzeichnis.
  6. 6Konfigurieren Sie optional Eigenschaften für jeden Datenintegrationsdienst-Prozess, der auf einem Knoten im Gitter ausgeführt wird.
  7. 7Konfigurieren Sie optional Berechnungseigenschaften für jede DTM-Instanz, die auf einem Knoten im Gitter ausgeführt werden kann.
  8. 8Stellen Sie den Datenintegrationsdienst wiederher.

Schritt 1. Ein Gitter erstellen

Wenn Sie ein Gitter erstellen möchten, erstellen Sie das Gitterobjekt und weisen Sie dem Gitter Knoten zu. Sie können einen Knoten mehreren Gittern zuweisen, wenn der Datenintegrationsdienst zur Ausführung von Jobs im Dienstprozess oder in separaten lokalen Prozessen konfiguriert ist.
Wenn ein Datenintegrationsdienst-Gitter SQL-Abfragen oder Webdienstanfragen ausführt, müssen alle Knoten im Gitter sowohl über die Dienst- als auch über die Berechnungsrolle verfügen. Wenn Sie dem Gitter Knoten zuweisen, wählen Sie Knoten aus, die über beide Rollen verfügen.
    1Klicken Sie im Administrator Tool auf die Registerkarte Verwalten.
    2Klicken Sie auf die Ansicht Dienste und Knoten.
    3Wählen Sie im Domänen-Navigator die Domäne aus.
    In der Ansicht „Dienste und Knoten“ ist im Domänennavigator die Domäne „testDomain“ ausgewählt.
    4Klicken Sie im Navigator-Menü „Aktionen“ auf Neu > Gitter.
    Das Dialogfeld Gitter erstellen wird angezeigt.
    5Geben Sie die folgenden Eigenschaften ein:
    Eigenschaft
    Beschreibung
    Name
    Name des Gitters. Der Name unterliegt nicht der Groß-/Kleinschreibung und muss innerhalb der Domäne eindeutig sein. Er darf weder mehr als 128 Zeichen enthalten noch mit @ beginnen. Außerdem darf er weder Leerzeichen noch die folgenden Sonderzeichen enthalten:
    ` ~ % ^ * + = { } \ ; : ' " / ? . , < > | ! ( ) ] [
    Beschreibung
    Beschreibung des Gitters. Die Beschreibung darf nicht mehr als 765 Zeichen enthalten.
    Knoten
    Wählen Sie die Knoten aus, die Sie dem Gitter zuweisen möchten.
    Pfad
    Speicherort im Navigator, z. B.:
    DomainName/ProductionGrids
    6Klicken Sie auf OK.

Schritt 2. Datenintegrationsdienst dem Gitter zuweisen

Weisen Sie den Datenintegrationsdienst für die Ausführung im Gitter zu.
    1Wählen Sie in der Ansicht Dienste und Knoten im Domänennavigator den Datenintegrationsdienst aus.
    2Wählen Sie die Registerkarte Eigenschaften aus.
    3Klicken Sie im Bereich Allgemeine Eigenschaften auf Bearbeiten.
    Das Dialogfeld Allgemeine Eigenschaften bearbeiten wird angezeigt.
    4Wählen Sie neben Zuweisen die Option Gitter aus.
    5Wählen Sie das Gitter aus, das dem Datenintegrationsdienst zugewiesen werden soll.
    6Klicken Sie auf OK.

Schritt 3. Jobs im Dienstprozess ausführen

Konfigurieren Sie den Datenintegrationsdienst zur Ausführung von Jobs im Dienstprozess.
    1Wählen Sie in der Ansicht Dienste und Knoten im Domänennavigator den Datenintegrationsdienst aus.
    2Wählen Sie die Registerkarte Eigenschaften aus.
    3Klicken Sie im Abschnitt Ausführungsoptionen auf Bearbeiten.
    Das Dialogfeld Ausführungsoptionen bearbeiten wird angezeigt.
    4Wählen Sie für die Eigenschaft Joboptionen starten die Option Im Dienstprozess aus.
    5Klicken Sie auf OK.

Schritt 4. Lastausgleich für Webdienste konfigurieren

Sie müssen einen externen HTTP-Load Balancer konfigurieren, damit Sie Webdienstanfragen in einem Gitter ausführen können. Wenn Sie keinen externen HTTP-Load Balancer konfigurieren, führt der Datenintegrationsdienst den Webdienst auf dem Knoten aus, der die Anfrage empfängt.
Zum Konfigurieren des Lastausgleichs geben Sie die logische URL für den Load Balancer in den Eigenschaften des Datenintegrationsdiensts an. Konfigurieren Sie dann den externen Load Balancer zur Verteilung von Webdienstanfragen an alle Knoten im Gitter, die sowohl über die Dienst- als auch über die Berechnungsrolle verfügen.
    1Führen Sie die folgenden Schritte im Administrator Tool durch, um den Datenintegrationsdienst für die Kommunikation mit dem externen HTTP-Load Balancer zu konfigurieren:
    1. aWählen Sie in der Ansicht Dienste und Knoten im Domänennavigator den Datenintegrationsdienst aus.
    2. bWählen Sie die Registerkarte Eigenschaften aus.
    3. cKlicken Sie im Abschnitt Webdienst-Eigenschaften auf Bearbeiten.
    4. Das Fenster Webdienst-Eigenschaften bearbeiten wird angezeigt.
    5. dGeben Sie die logische URL für den externen HTTP-Load Balancer ein und klicken Sie dann auf OK.
    2Konfigurieren Sie den externen Load Balancer zur Verteilung von Anfragen an alle Knoten im Gitter, die sowohl über die Dienst- als auch über die Berechnungsrolle verfügen.

Schritt 5. Ein gemeinsam genutztes Protokollverzeichnis konfigurieren

Wird der Datenintegrationsdienst in einem Gitter ausgeführt, so kann auf jedem Knoten mit der Dienstrolle ein Datenintegrationsdienst-Prozess ausgeführt werden. Konfigurieren Sie alle Dienstprozesse so, dass sie dasselbe gemeinsam genutzte Verzeichnis für Protokolldateien verwenden. Durch die Konfiguration eines gemeinsam genutzten Protokollverzeichnisses stellen Sie sicher, dass bei einem Failover des Master-Dienstprozesses auf einen anderen Knoten der neue Master-Dienstprozess auf frühere Protokolldateien zugreifen kann.
    1Wählen Sie in der Ansicht Dienste und Knoten im Domänennavigator den Datenintegrationsdienst aus.
    2Klicken Sie auf die Registerkarte Prozesse.
    3Wählen Sie einen Knoten aus, um das gemeinsam genutzte Protokollverzeichnis dafür zu konfigurieren.
    4Klicken Sie im Abschnitt Protokollierungsoptionen auf Bearbeiten.
    Das Dialogfeld Protokollierungsoptionen bearbeiten wird angezeigt.
    5Geben Sie den Speicherort für das gemeinsam genutzte Protokollverzeichnis ein.
    6Klicken Sie auf OK.
    7Wiederholen Sie die Schritte für alle Knoten auf der Registerkarte Prozesse, um die einzelnen Dienstprozesse mit identischen absoluten Pfaden zu den gemeinsam genutzten Verzeichnissen zu konfigurieren.

Schritt 6. Optional Prozesseigenschaften konfigurieren

Konfigurieren Sie optional die Eigenschaften des Datenintegrationsdienst-Prozesses für jeden Knoten mit der Dienstrolle im Gitter. Sie können die Dienstprozesseigenschaften für jeden Knoten anders konfigurieren.
Klicken Sie auf die Ansicht Prozesse, um Eigenschaften für die Datenintegrationsdienst-Prozesse zu konfigurieren. Wählen Sie einen Knoten mit der Dienstrolle aus, um Eigenschaften zu konfigurieren, die spezifisch für diesen Knoten sind.

Schritt 7. Optional Berechnungseigenschaften konfigurieren

Sie können die Berechnungseigenschaften konfigurieren, die der Data Transformation Manager (DTM) beim Ausführen von Jobs verwendet. Wird der Datenintegrationsdienst in einem Gitter ausgeführt, so führen DTM-Prozesse Jobs auf jedem Knoten mit der Berechnungsrolle aus. Sie können die Berechnungseigenschaften für jeden Knoten anders konfigurieren.
Klicken Sie auf die Ansicht Berechnen, um Berechnungseigenschaften für den DTM zu konfigurieren. Wählen Sie einen Knoten mit der Berechnungsrolle aus, um Eigenschaften zu konfigurieren, die spezifisch für auf dem Knoten ausgeführte DTM-Instanzen sind. Beispielsweise können Sie für jeden Knoten ein anderes temporäres Verzeichnis konfigurieren.
Wenn Jobs in einem Datenintegrationsdienst-Gitter im Datenintegrationsdienst-Prozess ausgeführt werden, können Sie die Ausführungsoptionen in der Ansicht Berechnen konfigurieren. Falls Sie die Umgebungsvariablen in der Ansicht Berechnen konfigurieren, werden sie ignoriert.

Schritt 8. Den Datenintegrationsdienst wiederherstellen

Nachdem Sie Eigenschaften des Datenintegrationsdiensts geändert haben, müssen Sie den Dienst wiederherstellen, damit die geänderten Eigenschaften wirksam werden.
Zum Wiederherstellen des Diensts wählen Sie ihn im Domänennavigator aus und klicken Sie auf Dienst recyceln.