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PowerCenter Integration Service-Prozesse

Die Prozesse des PowerCenter Integration Service können jeweils auf einem anderen Knoten ausgeführt werden. Wenn Sie den PowerCenter Integration Service im Administrator Tool auswählen, sehen Sie den Knoten des PowerCenter Integration Service auf der Registerkarte Prozesse.
Sie können folgende Eigenschaften ändern, um die Ausführungsart eines Prozesses des PowerCenter Integration Service auf einem Knoten zu konfigurieren:
Zu den allgemeinen Eigenschaften gehören die Codepage und die Verzeichnisse der Dateien und Java-Komponenten des PowerCenter Integration Service.
Um die Eigenschaften zu konfigurieren, wählen Sie im Administrator Tool den PowerCenter Integration Service aus und klicken auf die Prozessansicht. Wenn Sie einen Prozess des PowerCenter Integration Service ausgewählt haben, zeigt der Detailbereich die Eigenschaften für den Dienstprozess an.

Codepages

Sie müssen die Codeseite jedes PowerCenter Integration Service Prozessknotens angeben. Der Knoten, auf dem der Prozess läuft, nutzt die Codepage beim Extrahieren, Umwandeln oder Laden von Daten.
Bevor Sie einee Codepage für einen PowerCenter Integration Service Prozess auswählen können, müssen Sie ein zugehöriges Repository für den PowerCenter Integration Service auswählen. Die Codepage für jeden PowerCenter Integration Service Prozessknoten muss eine Teilmenge der Repository-Codepage sein. Beim Bearbeiten dieser Eigenschaft werden in dem Feld Codepages angezeigt, die eine Teilmenge der zugehörigen PowerCenter Repository Service Codepage darstellen.
Wenn Sie den PowerCenter Integration Service für die Ausführung auf einem Gitter oder einem Sicherungsknoten konfigurieren, können Sie für jeden PowerCenter Integration Service Prozessknoten eine andere Codepage verwenden. Allerdings müssen alle Codepages für die PowerCenter Integration Service Prozessknoten kompatibel sein.

Verzeichnisse für PowerCenter Integration Service Dateien

PowerCenter Integration Service Dateien umfassen Laufzeitdateien, Operationsstatusdateien und Sitzungs-Logdateien.
Der PowerCenter Integration Service erstellt Dateien zum Speichern des Operationsstatus für den Dienst. Der Operationsstatus umfasst Informationen wie die aktiven Dienstanfragen, geplante Tasks und abgeschlossene sowie laufende Prozesse. Bei Fehlschlagen des Dienstes kann der PowerCenter Integration Service den Status und die Operationen vom Unterbrechungspunkt an wieder herstellen.
Der PowerCenter Integration Service Prozess arbeitet zum Ausführen der Arbeitsabläufe und Sitzungen mit Laufzeitdateien. Laufzeitdateien umfassen Parameterdateien, Cache-Dateien, Eingabedateien und Ausgabedateien. Wenn der PowerCenter Integration Service Betriebssystemprofile nutzt, muss der im Profil angegebene Betriebssystembenutzer Zugriff auf die Laufzeitdateien haben.
Per Standard erstellt das Installationsprogramm einen Satz PowerCenter Integration Service Verzeichnisse im Verzeichnis server\infa_shared. Sie können den gemeinsamen Speicherort für diese Verzeichnisse einstellen, indem Sie die Dienstprozessvariable $PMRootDir so konfigurieren, dass sie für jeden PowerCenter Integration Service Prozess auf denselben Speicherort zeigt. Jeder PowerCenter Integration Service kann einen separaten gemeinsamen Speicherplatz verwenden.

$PMRootDir konfigurieren

Wenn Sie die Prozessvariablen des PowerCenter Integration Service konfigurieren, geben Sie den Pfad zum Root-Verzeichnis und dessen Unterverzeichnissen an. Sie können für die Dienstprozessvariablen ein absolutes Verzeichnis angeben. Stellen Sie sicher, dass alle für die Dienstprozessvariablen angegebenen Verzeichnisse auch existieren, ehe Sie einen Arbeitsablauf ausführen.
Setzen Sie das Root-Verzeichnis in der Dienstprozessvariablen $PMRootDir. Die Syntax für $PMRootDir ist bei Windows und UNIX nicht identisch:
Sie können $PMRootDir dazu verwenden, Unterverzeichnisse für andere Dienstprozessvariablenwerte zu definieren. Zum Beispiel: Setzen Sie die Dienstprozessvariable $PMSessionLogDir auf $PMRootDir/SessLogs.

Konfigurieren von Service-Prozessvariablen für Mehrfachknoten

Wenn Sie den PowerCenter Integration Service für die Ausführung auf einem Gitter oder einem Sicherungsknoten konfigurieren, müssen sämtliche PowerCenter Integration Service Prozesse, die einem PowerCenter Integration Service zugeordnet sind, dieselben gemeinsam genutzten Verzeichnisse für die PowerCenter Integration Service Dateien verwenden.
Konfigurieren Sie Service-Prozessvariablen mit identischen absoluten Pfaden zu den gemeinsam genutzten Verzeichnissen auf jedem Knoten, der für die Ausführung des PowerCenter Integration Service konfiguriert wurde. Wenn Sie ein gemountetes Laufwerk oder ein gemapptes Laufwerk verwenden, muss der absolute Pfad zum gemeinsamen genutzten Speicherplatz ebenfalls identisch sein.
Haben Sie zum Beispiel einen primären und einen Sicherungsknoten für den PowerCenter Integration Service, schlägt die Wiederherstellung fehl, wenn die Knoten folgende Laufwerke für das Speicherverzeichnis verwenden:
Die Wiederherstellung schlägt ebenfalls fehl, wenn Knoten folgende Laufwerke für das Speicherverzeichnis nutzen:
Um das gemappte oder gemountete Laufwerk erfolgreich nutzen zu können, müssen beide Knoten mit demselben Laufwerk arbeiten.

Dienstprozessvariablen für Betriebssystemprofile

Wenn Sie Betriebssystemprofile verwenden, definieren Sie den absoluten oder relativen Verzeichnispfad für $PMWorkflowLogDir in den Eigenschaften des PowerCenter-Integrationsdiensts. Definieren Sie den absoluten Verzeichnispfad für $PMStorageDir in den Eigenschaften des PowerCenter-Integrationsdiensts und im Betriebssystemprofil.
Der PowerCenter-Integrationsdienst schreibt die Protokolldatei des Arbeitsablaufs im angegebenen Verzeichnis in $PMWorkflowLogDir. Der PowerCenter-Integrationsdienst speichert die Arbeitsablauf-Wiederherstellungsdateien in dem Speicherverzeichnis $PMStorageDir, das in den Eigenschaften des PowerCenter-Integrationsdiensts konfiguriert wurde, und die Sitzungswiederherstellungsdateien in dem Speicherverzeichnis $PMStorageDir, das im Betriebssystemprofil konfiguriert ist. Definieren Sie weitere Dienstprozessvariablen in jedem Betriebssystemprofil.
Sie können einen relativen Verzeichnispfad zum Definieren von $PMWorkflowLogDir verwenden. Sie müssen jedoch einen absoluten Verzeichnispfad zum Definieren von $PMStorageDir verwenden.

Verzeichnisse für Java-Komponenten

Sie müssen das Verzeichnis angeben, das die Java-Komponenten enthält. Der PowerCenter Integration Service verwendet die Java-Komponenten für die folgenden PowerCenter-Komponenten:

Allgemeine Eigenschaften

In der folgenden Tabelle werden die allgemeinen Eigenschaften beschrieben:
Eigenschaft
Beschreibung
Codepage
Codepage des Prozessknotens des PowerCenter-Integrationsdiensts.
$PMRootDir
Root-Verzeichnis, auf das vom Knoten aus zugegriffen werden kann. Dies ist das Root-Verzeichnis für andere Dienstprozessvariablen. Es darf keines der folgenden Sonderzeichen enthalten sein:
* ? < > “ | ,
Standardwert ist <Installation_Directory>\server\infa_shared.
Das Installationsverzeichnis basiert auf der Dienstversion des von Ihnen erstellten Diensts. Wenn Sie den PowerCenter-Integrationsdienst aktualisieren, wird das Verzeichnis $PMRootDir nicht auf das Installationsverzeichnis der aktualisierten Dienstversion aktualisiert.
$PMSessionLogDir
Standardverzeichnis für Sitzungsprotokolle. Es darf keines der folgenden Sonderzeichen enthalten sein:
* ? < > “ | ,
Standardwert ist $PMRootDir/SessLogs.
$PMBadFileDir
Standardverzeichnis für Ablehnungsdateien. Es darf keines der folgenden Sonderzeichen enthalten sein:
* ? < > “ | ,
Standardwert ist $PMRootDir/BadFiles.
$PMCacheDir
Standardverzeichnis für Index- und Daten-Cache-Dateien.
Sie können die Leistung steigern, wenn als Cache-Verzeichnis für den PowerCenter-Integrationsdienstprozess ein lokales Laufwerk verwendet wird. Verwenden Sie kein zugeordnetes oder gemountetes Laufwerk für Cache-Dateien. Es darf keines der folgenden Sonderzeichen enthalten sein:
* ? < > “ | ,
Standardwert ist $PMRootDir/Cache.
$PMTargetFileDir
Standardverzeichnis für Zieldateien. Es darf keines der folgenden Sonderzeichen enthalten sein:
* ? < > “ | ,
Standardwert ist $PMRootDir/TgtFiles.
$PMSourceFileDir
Standardverzeichnis für Quelldateien. Es darf keines der folgenden Sonderzeichen enthalten sein:
* ? < > “ | ,
Standardwert ist $PMRootDir/SrcFiles.
HINWEIS: Wenn Sie den Metadata Manager nutzen, verwenden Sie den Standardwert. Metadata Manager speichert umgewandelte Metadaten für im Lieferumfang enthaltene und universelle Ressourcen in Dateien im Verzeichnis $PMRootDir/SrcFiles. Wenn Sie diese Eigenschaft ändern, kann Metadata Manager die umgewandelten Metadaten nicht abrufen, wenn Sie eine im Lieferumfang enthaltene oder universelle Ressource laden.
$PMExtProcDir
Standardverzeichnis für externe Prozeduren. Es darf keines der folgenden Sonderzeichen enthalten sein:
* ? < > “ | ,
Standardwert ist $PMRootDir/ExtProc.
$PMTempDir
Standardverzeichnis für temporäre Dateien. Es darf keines der folgenden Sonderzeichen enthalten sein:
* ? < > “ | ,
Standardwert ist $PMRootDir/Temp.
$PMWorkflowLogDir
Standardverzeichnis für Arbeitsablaufprotokolle. Es darf keines der folgenden Sonderzeichen enthalten sein:
* ? < > “ | ,
Standardwert ist $PMRootDir/WorkflowLogs.
$PMLookupFileDir
Standardverzeichnis für Lookup-Dateien. Es darf keines der folgenden Sonderzeichen enthalten sein:
* ? < > “ | ,
Standardwert ist $PMRootDir/LkpFiles.
$PMStorageDir
Standardverzeichnis für Betriebsstatusdateien. Der PowerCenter-Integrationsdienst nutzt diese Dateien zur Wiederherstellung, wenn Sie über die Hochverfügbarkeitsoption verfügen oder einen Arbeitsablauf für die Wiederherstellung aktivieren. In diesen Dateien wird der Status jedes Arbeitsablaufs und jeder Sitzung gespeichert. Es darf keines der folgenden Sonderzeichen enthalten sein:
* ? < > “ | ,
Standardwert ist $PMRootDir/Storage.
Java SDK-Klassenpfad
Java SDK-Klassenpfad. Sie können den Klassenpfad für alle JAR-Dateien festlegen, die Sie zur Ausführung einer Sitzung benötigen, für die Java-Komponenten erforderlich sind. Der PowerCenter-Integrationsdienst hängt die Werte an, die Sie für den CLASSPATH des Systems festlegen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Verzeichnisse für Java-Komponenten.
Java SDK-Minimalspeicher
Mindestspeichermenge, die das Java SDK während einer Sitzung verwendet.
Sollte die Sitzung wegen unzureichender Speicherkapazität fehlschlagen, können Sie diesen Wert erhöhen.
Standardwert ist 32 MB.
Java SDK-Maximalspeicher
Maximale Speichermenge, die das Java SDK während einer Sitzung verwendet.
Sollte die Sitzung wegen unzureichender Speicherkapazität fehlschlagen, können Sie diesen Wert erhöhen.
Standardwert ist 64 MB.

Benutzerdefinierte Eigenschaften für den PowerCenter-Integrationsdienstprozess

Konfigurieren Sie benutzerdefinierte Eigenschaften, die für bestimmte Umgebungen eindeutig sind.
In speziellen Fällen ist die Anwendung von benutzerdefinierten Eigenschaften erforderlich. Wenn Sie eine benutzerdefinierte Eigenschaft definieren, geben Sie den Eigenschaftennamen und einen Anfangswert ein. Definieren Sie die benutzerdefinierten Eigenschaften nur auf Anforderung des globalen Kundensupports von Informatica.
Definieren Sie die benutzerdefinierte Eigenschaft JVMClassPath, um die Kommunikation zwischen der Informatica-Domäne und dem Cluster zu ermöglichen. In der folgenden Tabelle wird der JVMClassPath-Wert für den MapR-Cluster beschrieben:
Eigenschaft
Wert
JVMClassPath
<Informatica-Installationsverzeichnis>/source/services/shared/hadoop/mapr<Version>/*:<Informatica-Installationsverzeichnis>/source/services/shared/hadoop/*

Umgebungsvariablen

Der Datenbank-Client-Pfad auf einem Knoten wird von einer Umgebungsvariablen gesteuert.
Die Umgebungsvariable des Datenbank-Client-Pfads für den PowerCenter Integration Service Prozess müssen Sie einrichten, wenn der PowerCenter Integration Service Prozess einen anderen Datenbank-Client als ein anderer auf demselben Knoten ausgeführter PowerCenter Integration Service Prozess erfordert. Beispielsweise erfordert die Dienstversion jedes auf dem Knoten laufenden PowerCenter Integration Service eine andere Datenbank-Client-Version. Sie können jeden PowerCenter Integration Service Prozess auf die Verwendung eines anderen Werts als Umgebungsvariable des Datenbank-Client konfigurieren.
Die Datenbank-Codepage eines Knotens wird normalerweise von einer Umgebungsvariablen gesteuert. So nutzt Oracle zum Beispiel NLS_LANG und IBM DB2 verwendet DB2CODEPAGE. Alle auf diesem Knoten laufenden PowerCenter Integration Services und PowerCenter Repository Services verwenden dieselbe Umgebungsvariable. Sie können einen PowerCenter Integration Service Prozess so konfigurieren, dass er einen anderen Wert als Umgebungsvariable der Datenbank-Client-Codepage als den für den Knoten festgelegten Wert verwendet.
Aus folgenden Gründen kann es vorkommen, dass Sie die Codepage-Umgebungsvariable für einen PowerCenter Integration Service Prozess konfigurieren müssen:
Nutzt der PowerCenter Integration Service Betriebssystemprofile, überschreiben die im Betriebssystemprofil konfigurierten Umgebungsvariablen die in den allgemeinen Eigenschaften für den PowerCenter Integration Service Prozess festgelegten Umgebungsvariablen.

Umgebungsvariablen für MapR

Wenn der MapR-Cluster mit MapR Kerberos-Authentifizierung geschützt ist, bearbeiten Sie die Eigenschaften des PowerCenter-Integrationsdiensts, um die Kommunikation zwischen der Informatica-Domäne und dem Cluster zu ermöglichen.
In der folgenden Tabelle werden die Eigenschaften zum Definieren des Kerberos-Authentifizierungsprotokolls beschrieben:
Eigenschaft
Wert
_JAVA_OPTS
-Dhadoop.login=<MAPR_ECOSYSTEM_LOGIN_OPTS> -Dhttps.protocols=TLSv1.2
wobei <MAPR_ECOSYSTEM_LOGIN_OPTS> der Wert der Eigenschaft MAPR_ECOSYSTEM_LOGIN_OPTS in der Datei /opt/mapr/conf/env.sh ist.
MAPR_HOME
Speicherort des Hadoop-Verteilungsverzeichnisses auf dem Computer, auf dem der Datenintegrationsdienst ausgeführt wird.
Beispiel:
<Informatica installation directory>/services/shared/hadoop/mapr_5.2.0/lib/*
MAPR_TICKETFILE_LOCATION
Optional. Verzeichnis, in dem eine zusätzliche MapR-Ticket-Datei auf dem Computer gespeichert wird, auf dem der Datenintegrationsdienst ausgeführt wird.
Wenn der MapR-Cluster so konfiguriert ist, dass ein Benutzer die Kerberos-Authentifizierung und die MapR-Ticket-Authentifizierung verwenden kann, generieren Sie für jeden Authentifizierungsmodus eine MapR-Ticket-Datei für den Benutzer. Speichern Sie eine Ticket-Datei in /tmp. Speichern Sie die andere Ticket-Datei in einem beliebigen Verzeichnis auf dem Rechner des Datenintegrationsdiensts und geben Sie den Speicherort als Wert für diese Eigenschaft an.
Speichern Sie zum Beispiel für eine Benutzer-ID 1234 eine MapR-Ticket-Datei mit einem Namen wie maprticket_1234 in /tmp und speichern Sie eine andere MapR-Ticket-Datei unter einem Namen wie maprticket_1234 unter MAPR_TICKETFILE_LOCATION.
HINWEIS: Die Ticket-Dateien können gleiche oder unterschiedliche Namen haben. Sie müssen die MapR-Ticket-Dateien separat generieren und eine unter MAPR_TICKETFILE_LOCATION speichern.
Änderungen werden wirksam, wenn Sie den PowerCenter-Integrationsdienst neu starten.